Wildes Denken: Was mit Tieren
Tiere sind zum Liebhaben da. Oder zum Essen. Haben Tiere mehr Rechte als das auf Futter und Streicheleinheiten? Das Wilde Denken schaut sich im Katzenkorb um und sucht nach dem Menschen im Tier – oder dem Tier im Menschen?
Der Mensch ist, was er isst
Aus biologischer Sicht ist der Unterschied zwischen Tier und Mensch gering, dennoch haben wir Menschen es immer wieder verstanden, uns eine Sonderrolle anzudichten und uns gegenüber diesen Planeten ebenfalls bewohnenden Mitwesen Privilegien herauszunehmen.
Dabei sind die Tiere uns keineswegs unterlegen: sie kommunizieren, haben ein Bewußtsein für z.B. Schmerz und Lust, zeigen Neugier, Freude undTrauer. Nur die Vernunft ist ausschließlich dem Menschen zu eigen, mit allen Vor- und Nachteilen.
„Wie wir das Tier sehen und was wir in ihm sehen, das ist eben stets abhängig von der geistigen Welt, in der wir uns gerade bewegen. Die Art, wie wir mit Tieren umgehen, bespiegelt letztlich nur die Art, wie wir mit uns selbst umgehen. Dabei ist wesentlich, dass die Distanz, die wir zur Natur gewonnen haben, die Voraussetzung dafür ist, dass wir überhaupt Mitleid für es empfinden können. Die Vernunft, die uns aus der Umwelt herausgelöst hat, hält uns an, für die Umwelt und die Mitgeschöpfe Sorge zu tragen.“
Thomas Palzer im ‚Papierflieger‘
© Bayern 2, Nachtstudio, Wildes Denken, 31.1.2017