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Zeit Online: 25 Jahre „Matrix“ oder Cyberjesus und seine Erben

Vor 25 Jahren kam „Matrix“ ins Kino, Keanu Reeves wurde zum Auserwählten in Lack und Leder. Der Film hat seine Schwächen, nahm das heutige Internet aber präzise vorweg. Von Titus Blome.

Ständig beklagen sich Menschen darüber, dass man diesen oder jenen Film „heute nicht mehr so machen könnte“ wie zu seiner Entstehungszeit. Meistens sind es Schauspieler oder Comedians, die ihrer Jugend sowie den zugehörigen Humor- und Moralvorstellungen nachtrauern. Doch im Fall von Matrix stimmt es: Diesen Film könnte man heute wirklich nicht mehr so machen wie vor 25 Jahren. Zu verschwörungsideologisch ist er aufgeladen, zu problematisch auch der Umstand, dass die vermeintlich Guten darin quasi Terroristen sind. Trotzdem wäre es zu einfach, Matrix als schlecht gealtert abzuschreiben. Der Film hat unser heutiges Internet vorhergesehen und als Metapher für die Erfahrungen von trans Menschen eine Bedeutung angenommen, die ebenfalls bis heute gültig ist.




© Zeit Online, Kultur, 16. Juni 2024

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