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40 Jahre Videothek „Videodrom“ oder „Unser größter Feind ist die Trägheit“

Von Katharina Böhm (TAZ). Videotheken im ganzen Land sind gestorben. Im ganzen Land? Mitten in Kreuzberg trotzt Graf Haufens „Videodrom“ dem Zeitgeist. Ein Interview.

40 Jahre, 40.000 Filme. Die Videothek „Videodrom“ ist eine Berliner Institution, die Razzien, Streaming und Pandemie bis heute übersteht. Wo es früher ein zehnköpfiges Team gab, stehen Graf Haufen und seine Partnerin Christine heute allein im Laden. Ein Gespräch über Vorurteile, moderne Vermarktung und Netflix.

taz: Graf Haufen, wie oft ist das Videodrom in über 40 Jahren schon totgesagt worden?

Graf Haufen: Ach, das ist ein tägliches Ding. Leute gehen vorbei und fragen: „So was gibt es noch?“ Dass es viel mehr ist als eine Sammlung von Filmen, sehen viele nicht, und das zu kommunizieren, ist wahnsinnig schwierig. Zumal es auch abprallt, weil die Bequemlichkeit siegt. Man sitzt auf dem Sofa, drückt einen Knopf und dann läuft irgendein Film.

© TAZ, Kultur, Film, 11.8.2025

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