„50 Jahre The Dark Side of the Moon“ Glücksgefühle in depressiver Stimmung
Vor fünfzig Jahren erschien das erfolgreichste Album der britischen Gruppe Pink Floyd. Es blieb fast tausend Wochen in den amerikanischen Charts. Was erklärt den außerordentlichen Erfolg? Von Jean-Martin Büttner.
In der Halle ist es dunkel geworden. Ein Herzschlag durchpulst den Saal, der eigene Puls geht schneller. Ein Mann murmelt: «I’ve been mad for fucking years.» Ein Irrer lacht, eine Kasse klingelt, die Rotoren eines Helikopters knattern, eine Frau schreit, die Hammondorgel schwillt, Schlagzeug und Bass setzen ein, der Gitarrist spielt erste Akkorde.
Die Leute im Saal sitzen gebannt in ihren Sesseln; die Band auf der Bühne führt ihre Lieblingsplatte auf. «The Dark Side of the Moon», das Konzeptalbum von Pink Floyd, das am 1. März vor fünfzig Jahren erschien. Es hat seither fast tausend Wochen in der amerikanischen Hitparade verbracht und sich über 50 Millionen Mal verkauft.
Wechsel in der Besetzung
Aber nicht Pink Floyd selbst haben das Album kürzlich im Zürcher Hallenstadion aufgeführt, sondern die Gruppe The Australian Pink Floyd Show. Sie ist eine der vielen Coverbands, die davon leben, die Musik des englischen Quartetts auf der Bühne nachzuspielen. Allerdings tun, dass die Australier dermaßen überzeugend, dass der Pink-Floyd-Gitarrist David Gilmour sie an seiner Hochzeit auftreten liess.
© NZZ, Feuilleton, 1.3.2023