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„In der harten Faust die Liebe“ Die Lange Chansonnacht mit Léo Ferré

Wie viele französische Chansonpoeten begann auch Léo Ferré im Paris der Nachkriegsjahre: in den Kellerkabaretts am linken Seine-Ufer, zusammen mit Charles Aznavour, Juliette Gréco und Yves Montand. Doch bald ging er stilistisch eigene Wege.

Von Stephan Göritz

 

Ferré überschritt die Grenze zwischen kleinem Lied und großer Oper, sang seine Poesie zur Begleitung eines Sinfonieorchesters, engagierte große Chöre und schrieb gar einen Text auf Beethovens Egmont-Ouvertüre. Bis heute, zwei Jahrzehnte nach seinem Tod 1993, sind seine Lieder von Liebe und Anarchie, von Gewalt und Zärtlichkeit aktuell geblieben.

Die „Lange Nacht“ bringt viele der schönsten Aufnahmen, darunter auch einige der erst 2000 postum veröffentlichten letzten Platte. Im Mittelpunkt der Sendung steht ein Gespräch, das Stephan Göritz wenige Jahre vor Ferrés Tod mit ihm führte. Stellvertretend für die nachrückenden Chansongenerationen kommen in weiteren Gesprächen Jacques Higelin, Arno und Corinne Douarre zu Wort, die heute Lieder von Ferré neu interpretieren.

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© Deutschlandfunk, Lange Nacht,13.7.2013

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