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Klangkunst: Abgesang auf die Welt: [səminal]

Sterne explodieren, Kometen schlagen ein, Eiszeiten kommen und gehen, allmählich stirbt das Leben aus. Mit einzelnen Tönen von 128 Musikerinnen und Musikern komponiert Frédéric Acquaviva ein Hörstück über den Weltuntergang.

In zehntausend Jahren explodiert ein Roter Überriese. Es kommt zur Supernova. Sollte der innere Erdkern weiterhin um einen Millimeter jährlich wachsen, wird sich der äußere Erdkern in 2,3 Milliarden Jahren verhärten. Das Magnetfeld der Erde erlischt. In 10 hoch 10 hoch 76 Jahren schließlich verschwindet die gesamte Materie in einem Schwarzen Loch.Die Performerin ORLAN rezitiert eine lange Liste des Unausweichlichen. Den Soundtrack dazu liefern mehr als 128 Mitglieder des spontan gegründeten Poly.Trans.Meta.Orchestra (P.T.M.O). Sie spenden jeweils einen Ton aus ihrem Instrument für eine Sinfonie der Apokalypsen.




[səminal] Ursendung

Komposition (Konzept & Musik, Data-Text Editing & Dead Electronics): Frédéric Acquaviva
Produktion: Autorenproduktion für Deutschlandfunk Kultur 2021
Länge: 49’06
Mit freundlicher Untersützung von Erdmute W. White (The White Archives, Leverette, MA, USA)
Von Frédéric Acquaviva
Stimme: ORLAN, Loré Lixenberg, Joan La Barbara, Wills Morgan, Jacques Lizène

Frédéric Acquaviva, geboren 1967, lebt als autodidaktischer Komponist und Experimentalmusiker zwischen Paris, Berlin und London. Seit 1990 arbeitet er mit Stimme, Elektronik, Film, Text, Klangkörper und verschiedenen Instrumenten.

Künstlerische Kooperationen unter anderem mit Isidore Isou, Pierre Guyotat, Henri Chopin, Dorothy Iannone, Joan La Barbara und Loré Lixenberg. Für sein Werk „Antipodes“ erhielt er 2020 den Karl-Sczuka-Preis.

© Deutschlandfunk Kultur, Klangkunst, 14.1.2022

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