Lee Morgan „Live at the Lighthouse“
Die Aufnahmen dieses Konzerts im legendären Club The Lighthouse im kalifornischen Hermosa Beach begannen am 10. Juli 1970, dem 32. Geburtstag des Trompeters. Damals ahnte noch niemand, dass das Konzert-Album „Live at the Lighthouse„ sein letztes werden würde.
Mit Thomas Mau
Lee Morgan galt als Wunderkind. Er wurde nach dem frühen Unfalltod des Trompeters Clifford Brown als dessen legitimer Nachfolger gehandelt. Schon mit 18 Jahren gehörte er zur Big Band Dizzy Gillespies. Zwei Jahre später wechselte er zu Art Blakeys Jazz Messengers. Mit dessen Band spielte Lee Morgan sein wohl berühmtestes Solo in dem Stück „Moanin’„.
Wie viele Jazzmusiker in jenen Jahren kämpfte auch Morgan mit einer schweren Heroinsucht. Doch beim Konzert in Hermosa Beach schien er sie im Griff gehabt zu haben. Doch anderthalb Jahre später, am 19. Februar 1972, erschoss ihn seine Frau Helen Morgan im Affekt während eines Auftritts im New Yorker Jazzclub Slug’s.
© WDR 3, Jazz & World, 28.11.2017