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Hörspiel „Aus der Heimat“ Von Saam Schlamminger

Aus der Ferne, aus der Fremde: In einem Augenblick, der dafür bestimmt gewesen sein muss, entdeckt Saam eine Schellackplatte seines Urgroßvaters Karl Schlamminger. Die Platte trägt den Titel „Aus der Heimat“.

Sie wurde 1924 aufgenommen. Karl spielt solo Zither: Ländler aus der Heimat, Marsch, Gruß vom Uetliberg – es sind sechs Minuten Knistermaterial. Was anfangen mit diesem Fund, diesem Geschenk? Sich die Vergangenheit vergegenwärtigen durch die Aufnahme eines Zwiegesprächs? Welche Form, welchen Verlauf kann es nehmen? „Wir einigten uns auf einen nüchternen elektronischen Raum, in dem sich Zither-Figuren und Spielarten des Urgroßvaters mit meiner persischer Rhythmik umhören und entfalten können.“ (Saam Schlamminger)

Karl Schlamminger (geboren 1883 in Fürth, verstorben 1950 in Memmingen) war Vollblutmusiker, das Musizieren und Teilen mit anderen war für ihn essentiell. So berichtet Saams Vater, dass er, wenn er seine Großeltern in Ehrwald in den Bergen besuchte, von Großvater und Großmutter stets singend empfangen wurde.

Komposition & Realisation: Saam Schlamminger

BR/intermedium rec. 2010

Saam Schlamminger, 1966 in Istanbul geboren wuchs in Teheran auf und lebt heute als Musiker in München.

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