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Catherine Lamb „Das innere Prisma“ Die Komponistin vorgestellt von Matthias Richard Entreß.

Die Klänge Indiens, das beharrliche Hineinhorchen in die Musik James Tenneys, die komplexe Reinstimmung – hieraus züchtet Catherine Lamb das Material für ihre gewaltigen Klangarchitekturen.

Mit sanfter Radikalität ebnet die in Berlin lebende amerikanische Komponistin Catherine Lamb den Weg in die logische Klanglichkeit ihrer Version der reinen Stimmung. Die Zeichnung zeigt die spiralförmige Anordnung der harmonischen Reihe (nach Erv Wilson, 1965), bei der den Primzahlen und Produkten aus Primzahlen eine besondere Bedeutung hinsichtlich der Klangfarben zukommt. Die Langsamkeit von Lambs oft über eine Stunde langen Werke ist nur scheinbar, denn die Wahrnehmung verlangt nach einer gelassenen Folge der Klänge. Lamb hat ihre Musik unbehelligt von der Expressivität der europäischen Tradition entwickelt und integriert in ihrem Schaffen die Erfahrungen aus der indischen Dhrupad-Musik und der amerikanischen Avantgarde.


In Flac


© Deutschlandfunk Kultur, Neue Musik, 11.1.2022

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