„Klangqualität elektronischer Musik“ Von Jim Igor Kallenberg
Hochauflösende Klänge und trashige Reduktionen der Klangqualität stehen der zeitgenössischen Musik im Umgang mit Elektronik heute gleichermaßen zur Verfügung. Sie sind keine rein technischen Bezeichnungen, sondern tragen auch musikalische Bedeutung.
In ersten Teil unserer kleinen Serie „Lo-Fi und Hi-Res“ geht es um elektronische Musik, die ihre ‚heroische Phase‘ hinter sich hat. Und auch Techno ist bereits musealisiert. Übrig bleibt ein unmessbarer Fortschritt elektronischer Erzeugung, Aufzeichnung und Wiedergabe von Klängen sowie die Potentiale des Umgangs mit diesen Mitteln. Hohe und niedrige Fidelität zeugen von einer „Treue“, die verschiedentliche Widmungen erhält: in Werken von Rojin Sharafi, Martin Schüttler, Julia Mihály, Philipp Krebs, Klaus Lang und Neo Hülcker.
Rojin Sharafi
I Threw A Ball (2019) elektronische Komposition
Martin Schüttler
Das Mitleid ist die Geißel der Menschheit, Sheriff (2008) für 4-kanalige Elektronik und Ghettoblaster
Martin Schüttler
Diskreter Wolf (2021) für Chor und Live-Elektronik
Phønix16
Philipp Krebs
deadlocked [selbstportrait 2] (2018) für Bläserquartett und Dirigent mit MIDI-Controller, schwingenden Oberflächen und Elektronik
Christian Kemper – Oboe, Mark L Kysela – Altsaxophon, Felix Behringer –Bassklarinette, Bernd Ibele – Posaune, Christof M Löser – Dirigat & MIDI-Controller, Uikyung Lee – Technik
Philipp Krebs
care/less (2015) für Saxophon, E-Gitarre, Kontrabass & Live-Playback
echtzeitEnsemble: Lena Brendel – Saxophon, Thilo Ruck – E-Gitarre, Jakob Obleset – Bass
Julia Mihály
LAN-Party (2019) für Streichquartett und Live-Elektronik
Ensemble Resonanz
Neo Hülcker
tape for terry (2015) für Performer und Objekte
Neo Hülcker
Klaus Lang
coelum obscurum (2019) für Flöte, Oboe, Klarinette, Klavier, Schlagzeug, Geige, Bratsche, Cello
Ensemble Mosaik
© WDR 3, Studio Neue Musik, 6.2.2022