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Acht Brücken 2022: Morton Feldman – Triadic Memories

„Triadic Memories“ ist Morton Feldmans umfangreichstes Klavierwerk – auch wenn es mit ca. 80 Minuten noch recht überschaubar ist für einen Komponisten, der auch fünfstündige Streichquartette schrieb. 

Aber diesen Raum braucht Feldmans Musik, die sich ganz allmählich, oft kaum wahrnehmbar, entfaltet. In den „Triadic Memories“ sind es Motive aus wenigen Tönen, die durchgängig verschoben und verändert werden bis sich die Erinnerung an das Vorangegangene und das Gefühl für Struktur langsam auflösen. Das Hörerlebnis besteht dabei nicht im Versuch, den minimalen rhythmischen Verschiebungen akribisch zu folgen, sondern darin, die Entgrenzung des sich aus den weitmaschigen Mustern aufbauenden Klangraums zu durchleben. Denn Morton Feldman versucht in seiner Musik „Klänge in die Zeit zu projizieren, frei von kompositorischer Rhetorik.“ Für Helena Basilova war es ein lange gehegter Wunsch, dieses beeindruckende Werk aufzunehmen, doch erst im Lockdown fand sie die dafür nötige Zeit und Stille.



Morton Feldman
„Triadic Memories“ (1981)

Helena Basilova, Klavier

Aufnahme vom 4. Mai 2022 aus der Kunst-Station Sankt Peter, Köln

© WDR 3, Konzert, 31.5.2022

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