„Als es zwei Grad kälter wurde“ Was die Kleine Eiszeit über den Klimawandel heute verrät
Von Marisa Gierlinger. Der Klimawandel bedroht heute unsere Lebensgrundlagen. Zwei Grad mehr – das wäre die ganz große Katastrophe, sagen Forscher. Aber schon wenn sich die Erde nur um 1,5 Grad erwärmt, hätte das unumkehrbare Folgen: Der Meeresspiegel steigt, verschlingt Städte und Inselstaaten. Hitzewellen machen ganze Landstriche unbewohnbar.
n Europa standen die Menschen schon einmal vor einem Klimawandel mit katastrophalen Folgen. Am Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit bricht die Kleine Eiszeit über den Kontinent herein. Harte Winter und Missernten häufen sich. Forscher glauben: Die Kleine Eiszeit mit ihren Wetterextremen hat die Gesellschaft umgewälzt und zu Revolutionen geführt. Vielleicht ist unsere ganze moderne Welt durch diesen vergangenen Klimawandel geformt.
Heute wird es wärmer, nicht kälter wie vor mehreren hundert Jahren. Die Konsequenzen für die Menschen könnten aber ähnlich gravierend sein. Das „radioFeature“ stellt die Frage, was wir aus der Kleinen Eiszeit über den heutigen Klimawandel und seine Folgen lernen können.
© Bayern2, Feature, 15.1.2023