VerhoovensJazz empfiehlt: Morten Haxholm – Aether
Nur die Ruhe, so ganz und gar in seiner unstillbaren Ansage – keine Aufwallungen mehr, keine fatalen Leidenschaften, trotzdem: es ist bei weitem kein stummes Verweilen oder Ausharren oder betulich abwartendes Langatmen, es ist eher eine Zwischen den Zeilen Musik. Oder eine Musik mit räumlichen Bezügen.
Einen Fehler darfst du nicht machen, nie – grundsätzlich: eine solche Musik hört man nicht nebenbei, gib dir die Zeit und lass sie wirken – es entgehen dir sonst die Zwischentöne und das Räumliche bleibt dir verschlossen.
Die Musik von Haxholm ist poetisch sphärisch. Mit einer verträumten Mischung aus Jazz, Indie-Rock und skandinavischem Folk werden die verführerischen Basslinien und schwebenden Melodien in einem intensiven, zitternden Zusammenspiel zwischen den Musikern spirituell umgesetzt (daher vielleicht auch der Name der Band – Aeather ist nach der antiken und mittelalterlichen Wissenschaft das fünfte Element/ die Quintessenz, der Stoff, der den Bereich des Universums jenseits der irdischen Sphäre ausfüllt)
Liner Notes