Musiktipps

Nick Cave feiert mit „Wild God“ musikalische Wiederauferstehung

Von Karl Fluch (Der Standard). Nach drei langatmigen Werken kehrt der Australier am Freitag in neuer Form wieder – und gibt sich mit seinem Schicksal versöhnt.

Versprochen, gehalten. Schon vor geraumer Zeit hatte Nick Cave angekündigt, dass er mit dem 2019 erschienenen Ghosteen einen drei Werke umfassenden Zyklus beendet habe. Das stellte in Aussicht, dass er wieder Songs schreiben würde. Stärker am klassischen Format orientierten Stoff anstatt auf der Streckbank gefolterte Klangstudien, von denen man ihm ein Album als therapeutische Aufarbeitung des Todes seines Sohnes Arthur nachsah. Das Versprechen löst er mit dem am Freitag erscheinenden Album Wild God nun ein.



Musikalisch waren Skeleton Tree (2016) oder Ghosteen Prüfungen für die der Esoterik nicht so zugeneigten Fans. Schon das Album davor, Push the Sky Away (2012), suhlte sich in nobler Fadesse und, lustig, je fader die Musik, desto erfolgreicher wurde Cave. Doch man gestand dem heute 66-Jährigen zu, dass er einmal einen Hänger hatte.




© Der Standard, Kultur, Musik, 28.8.2024

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