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„Glanz und Elend einer kolonialen Befreiung“ Eine Lange Nacht über Algerien

Von Claus Leggewie. Zu entdecken ist in dieser „Langen Nacht“ ein unbekanntes, so schönes wie traurig stimmendes Land. Deutsche assoziieren es mit der franko-algerischen Kolonialgeschichte, dabei sind Deutschland und die Deutschen mit dem nordafrikanischen Land mehr verbunden, als sie meinen. 

In diesem „Dreieck” bewegt sich die Sendung: Sie erzählt (nicht-chronologisch) die Etappen der Kolonisierung von 1830 bis 1962, die Geschichte des unabhängigen Landes samt der „schwarzen Jahre“ in den 1990er-Jahren, die 100.000 Menschen das Leben kosteten. Die Kernfrage ist, warum eine große Sehnsucht nach Befreiung in solcher Unfreiheit enden konnte. Und wie auf der anderen Seite immer wieder der Freiheitswille der jungen Gesellschaft durchbricht (und auf Dauer nicht zu unterdrücken sein wird), wie zuletzt bei der von Jungen und Frauen getragenen Demokratiebewegung Hirak, mit deren Liedern die Sendung beginnen und enden soll. Unterwegs gibt es viel weitere Musik, historische Originaltöne, Geschichten vom Fußball, der in allen drei Gesellschaften eine wichtige Rolle spielt, Gespräche mit Landeskennerinnen und Landeskennern, Reisetipps, Kulinarisches und Texte von Albert Camus, Frantz Fanon, Hélène Cixous und Jacques Derrida.



© Deutschlandfunk, Lange Nacht, 28.9.2024

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