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Herbert Fritsch: Heiteres Glück in fieser Gemengelage

Von Berhold Seliger. (ND). An der Komischen Oper Berlin hat Herbert Fritsch ein Konzert kuratiert – und damit gezeigt, wie unentbehrlich diese Institution ist.

»Das ist nicht komisch« steht auf den Buttons, die sich weite Teile des Personals der Komischen Oper ans Revers gesteckt haben. Ja, es ist schier unmöglich, dieser Tage eine Vorstellung der Komischen Oper Berlin zu besuchen oder gar über eine ihrer Aufführungen zu schreiben, ohne an den Skandal zu denken, dass diese unverzichtbare Institution des Berliner Kulturlebens durch die jüngsten Kürzungsentscheidungen des amoklaufenden Senats in ihrer Existenz vehement gefährdet ist. Neun Prozent soll die Komische Oper im laufenden Betrieb 2025 einsparen, was allein schon Irrsinn ist. Noch verrückter ist der Baustopp der Sanierungsmaßnahmen am Stammhaus in der Behrenstraße, den der CDU-SPD-Senat für 2025 und 2026 verfügt hat – noch am 19. September hat der Kultursenator versichert, es werde keinen Baustopp geben, und gegenüber dem RBB gesagt, dass es mit der Sanierung in der Behrenstraße »im verabredeten Umfang weitergeht«. Zwei Monate später ist davon keine Rede mehr. Was also gilt das Wort des Kultursenators? Offenbar: Nichts!



© ND, Feuilleton, 2.12.2024

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