Unsere Auszeit in Reims
Bei einem Spaziergang durch diese faszinierende Stadt verändern sich Schritt und Blick, wenn man sich bewusst wird, dass sich unter einem, ein 25 Kilometer langes Tunnelsystem aus der Römerzeit befindet.
Reims ist voll von Zeugnissen seiner langen Geschichte.
In den Höhlen zu stehen, die Spuren des Kalksteinabbaus zu sehen und zu wissen, dass dieselben Höhlen während der Weltkriege als Überlebensraum für die Zivilbevölkerung dienten. Treppen und Gänge zu sehen, über die die Mönche zu ihren Kirchen gelangten.
All dies lässt die historische Dimension erahnen.

Das pulsierende Leben in Reims, die Cafés und die unzähligen Möglichkeiten, gut essen zu gehen, sind wichtige Zutaten, um die Zeit dort zu genießen.
Besonders aufgefallen sind mir die vielen jungen Leute, die Geschäfte eröffnet haben und auf Erfolg hoffen. Ich hoffe, ihr Mut wird belohnt.
Was mir gefallen hat, war die Freundlichkeit der Menschen und ihr Bewusstsein für die Bedeutung der Region, in der sie leben. Restaurants, die nur Produkte aus der Region verwenden. Geschirr aus Emaille. Kooperativen entstehen, die nach diesen Zielen arbeiten.
Das sind Dinge, die mich beeindrucken.

Bauwerke wie die Kathedrale, in der Könige gekrönt wurden, mit Fenstern von Marc Chagall, lassen mich immer wieder mit Bewunderung an die Erbauer denken.
Über 70 Jahre Bauzeit und ich denke für mich, könnten wir das heute auch so bauen? Wären wir dazu überhaupt in der Lage?
Reims ist auf jeden Fall einen Besuch wert.
Ich denke gerne an die Zeit dort zurück, an den verrückten Abend mit dem Erraten von Musiktiteln und Musikerinnen, voller netter Menschen und einem Restaurant, das ich mir hier auch wünschen würde.
