„Das Ohr der Welt in Meiers Garten“ Hörspiel von Janko Hanushevsky
Er habe „ein ganz gewöhnliches Verhältnis“ zur Poesie, so der Schriftsteller Gerhard Meier, „ohne Pathos, ohne Forciertheiten“. Darüber sei er „glücklich, denn die Sterne machen auch keines Aufhebens von ihrem Kreisen.“
Von berühmten Kollegen mit Lob bedacht und mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet, droht das Werk des Schweizer Schriftstellers Gerhard Meier einige Jahre nach seinem Tod in Vergessenheit zu geraten. Im Gespräch mit dem Literaturwissenschaftler Werner Morlang, einem langjährigen Freund Meiers, sowie in der Begegnung mit Meiers Enkeltochter Christina und nicht zuletzt mit Meiers Handschrift sucht der Autor des Hörspiels eine Annäherung an den großen, bescheidenen Schriftsteller, der zeitlebens im Dorf Niederbipp wohnte, in dem er nicht nur geboren wurde, sondern in dem auch alle seine Romane angesiedelt sind.
Das Ohr der Welt in Meiers Garten
Von Janko Hanushevsky
Regie: der Autor
Mit: Stefko Hanushevsky und Matthias Ponnier
Komposition und akustische Einrichtung: Merzouga
Ton und Technik: Eva Pöpplein und Anne Bartel
Deutschlandfunk 2015
Gerhard Meier (1917- 2008) gehört zu den bedeutendsten Schriftstellern der zeitgenössischen Schweizer Literatur. Für seine Lyrik und seine Romane erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Theodor-Fontane-Preis (1991), den Hermann-Hesse-Preis (1991) und den Heinrich-Böll-Preis (1999).
Janko Hanushevsky ist Musiker und Radioautor. Seine Radiosendungen wurden mit mehreren Preisen ausgezeichnet
© Deutschlandfunk, Hörspiel, 15.7.2025