Scott Walker in den Feuilletons ….
Die Feuilletons trauern um Scott Walker. Er „war der düsterste unter all den düsteren Traumprinzen des Sixties-Pop“, schreibt Thomas Kramar in der Presse. Zudem war er „einer der Ersten, dem ein Wechsel vom ewigen Jugendzimmer des Pop ins Studierzimmer der Erwachsenen gelang, ohne alte Ideale zu verraten“.
Schreibt Julian Weber in der taz über den einstigen Teenie-Star, der sich mit seinen ersten Soloalben vom Chartspop-Lieferanten zum ernstzunehmenden Künstler wandelte: Seine „Musik hatte orchestrale Schlagseite, verabschiedete sich vom Strophe-Refrain-Strophe-Schema hin zu delikaten Kunstliedern und elliptischen Songpoemen. Auf dem Cover in Schwarzweiß: der Künstler mit Sonnenbrille, in sich gekehrt, ein Zauderer, ein Zweifler. Je mehr er zauderte und zweifelte, desto mehr wurde er vergöttert.“ In einer epischen Würdigung für The Quietus argumentiert Ben Graham demgegenüber dafür, Walkers Schaffen alsgroße Kontinuität statt eine Abfolge von Brüchen und Neuanfängen zu betrachten. Weitere Nachrufe in Welt und Tagesspiegel. © Perlentaucher, Efeu, 26.3.2019