„Amadeus“ Hörspiel nach Peter Shaffer.
Giftmord oder Rufmord? In Wien geht das Gerücht um, der von Neid zerfressene Antonio Salieri, Wiener Hofkapellmeister und Komponist, habe Wolfgang Amadeus Mozart vergiftet.
Antonio Salieri bezichtigt sich in der Stunde seines Todes, er habe Wolfgang Amadeus Mozart vergiftet. In seiner Erinnerung rekonstruiert er, wie durch das Eindringen des Genies in seine gesicherte Existenz als kaiserlicher Hof-Compositeur bzw. Hofkapellmeister in Wien sein Status, Prestige und seelisches Gleichgewicht zusammenbrechen. Als sich ihm unumstößlich offenbart, dass seine mit viel Beflissenheit kreierten Werke neben denen Mozarts in Mittelmäßigkeit verblassen, setzt Salieri alles daran, dieses „obszöne, kichernde Kind“ zu ruinieren. Jedoch die Gewissheit, sich nie auf die Höhe des Genies bewegen zu können, treibt ihn in den Wahn, an dessen Ende ihm nur noch die makabere Genugtuung bleibt, wenigstens als Mörder Mozarts in die Geschichte einzugehen.
„Amadeus“ Hörspiel nach Peter Shaffer.
Bearbeitung (Wort): Matthias Thalheim
Musikberatung: Rüdiger Kopczak
Regie: Götz Fritsch
Regieassistenz: Ingrid Hauschild
Ton: Peter Kainz
Schnitt: Andreas Meinetsberger
Mit Volkmar Kleinert (Salieri), Georg Schuchter (Mozart), Andrea Nürnberger (Constanze), Dietrich Körner (van Swieten), Wolfgang Brunecker (Rosenberg), Helmut Müller-Lankow (von Starck), Otto Stark (Joseph II.), Gerd Grasse (Venticelli 1), Victor Deiß (Venticelli 2), GeorgHelge (Majordomus)
Rundfunk der DDR 1985
© radio 3, Hörspiel, 1.1.2026