Bandcamp: The Best Jazz on March 2026
Von Dave Sumner. Dieser Monat war ein wahres Feuerwerk an Neuerscheinungen. Im März ist das immer so (genauso wie im September, was ich nur erwähne, um das Déjà-vu-Gefühl zu erklären, das ihr haben werdet, wenn ihr die Einleitung dieser Kolumne in sechs Monaten lest).
Jeden Monat deute ich an oder sage ganz offen, dass diese Kolumne lediglich euer Ausgangspunkt ist, um all das zu entdecken, was der Monat an cooler, neuer Musik zu bieten hat. Aber im März ist das fast noch untertrieben. Ich könnte zwei Kolumnen mit März-Empfehlungen füllen und hätte immer noch einige wirklich gute Alben ausgelassen. Deshalb empfehle ich euch, auch selbst in der Rubrik „Jazz-Neuerscheinungen“ zu stöbern, denn dort werdet ihr wahrscheinlich auf euer nächstes Lieblingsalbum stoßen. Aber euer Ausgangspunkt ist, wie immer, genau hier. Lasst uns beginnen.
Die Grundlage dieser Aufnahme von Relative Pitch Records mit der Klarinettistin Fie Schouten, dem Cellisten Vincent Courtois, der Schlagzeugerin Sofia Borges und dem Spoken-Word-Künstler Pierre Baux bildet Georges Perecs Roman Arten von Räumen und andere Stücke, wobei sie denselben unkonventionellen Ansatz wie ihr Ausgangsmaterial verfolgen. Das Neueste von Jon Irabagon strotzt nur so vor Persönlichkeit, denn Matt Mitchell, Chris Lightcap, Dan Weiss, KOKAYI, Donny McCaslin, Mark Shim, Miles Okazaki und Dave Ballou begleiten den Saxophonisten bei einem modernen Jazz-Juwel, das den Post-Bop-Sound an einen Ort führt, der auch ganz im Geiste des Old-School-Inside-Out-Jazz liegt. Die neueste Veröffentlichung des Kollektivs von Musikern, das Label Pince-Oreilles bildet, ist ebenso lyrisch, ironisch und skurril wie ihre Vorgänger. Diese Clean Feed Records-Veröffentlichung von Chrome Hill & Dōjō klingt so, als würden die verstreuten Gedanken einer panischen Menschenmenge zu einem gerahmten Kunstwerk collagiert. Die Musik von Minua ist auf ihrer neuesten Veröffentlichung pure Gelassenheit, wie auf jeder einzelnen ihrer Alben.
© Bandcamp Daily, 3.4.206