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„Beautiful Africa“ Die malische Sängerin und Liedermacherin Rokia Traoré

Rokia Traoré, 1974 in Mali geboren, geht in ihren Bühnenwerken und Kompositionen von der Musik Afrikas, Europas und Amerika aus. Sie versteht sich als Nachfahrin von Nina Simone und Miriam Makeba, die auf Bambara, Englisch und Französisch singt und ebenso gut E-Gitarre spielt wie eine Vielzahl afrikanischer Instrumente.

Von Margrit Klingler-Clavijo

2009 kehrte die Diplomatentochter, die in Frankreich, Belgien und Saudi-Arabien aufwuchs nach Bamako zurück und gründete zur Förderung des musikalischen Nachwuchses die Stiftung „Passerelle“. Mit ihrer Neuinterpretation des großen westafrikanischen Epos von Sundijata Keita, das im 13. Jahrhundert entstand, ist sie seit 2018 mit Musikern ihrer Stiftung auf Tournee. 2011 komponierte sie die Musik zu „Desdemona“, der Neubearbeitung von Shakespeares Othello, in enger transatlantischer Zusammenarbeit mit der Nobelpreisträgerin Toni Morrison und dem Theaterregisseur Peter Sellars. Die 2016 erschienene CD „Né so“ handelt von der Suche nach Halt, der Gleichgültigkeit gegenüber Migranten und einem Rassismus, gegen den sich Billy Holliday schon 1939 in dem legendärem Song „Strange fruits“ verwahrte.

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© SWR 2, MusikGlobal, 27.6.2018

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