„Mali Blues“ Die Sängerinnen Oumou Sangare, Rokia Traore und Fatoumata Diawara

„Die Frauen haben Rechte!“ Rokia Traoré hat schon vor Jahren formuliert, was viele malische Frauen denken, sich aber nie trauten, auszusprechen. „Ich selbst bin der Beweis für ein modernes, sich entwickelndes Afrika.“ Rokia ist mit der Gitarre in der Hand selbstbewusst ihren Weg gegangen. So wie auch die Sängerinnen Oumou Sangaré und Fatoumata Diawara.

Mit Babette Michel

Rokia Traoré hat sich Vieles abgeschaut von Oumou Sangaré, der preisgekrönten Wassoulou-Diva, die vor 25 Jahren begann, Tabu-Themen anzusprechen: weibliche Sinnlichkeit, Zwangsheirat, Polygamie. Die Sängerin, Frauenrechtlerin und Business-Frau ist heute noch genauso engagiert und energisch wie damals. Und sie glaubt auch an andere Frauen: Fatoumata Diawara zum Beispiel. So wie Rokia hat sie zur Gitarre gegriffen, die in Mali sonst nur von Männern gespielt wurde. Gegen den Willen ihrer Familie hat sich Fatou für die Kunst entschieden. Sie ist eine sanfte Rebellin, die den Frauen und Mädchen sagt: „Ihr könnt frei sein!“ Fatou hat keine Scheu, auch die Beschneidung von Mädchen zu thematisieren. Ihr Traum ist es, dass in Mali einmal eine Frau die Präsidentschaft übernimmt.


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© WDR 3, Jazz & World, 17.1.2018

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