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Bekenntniswerke von Christfried Schmidt und Friedrich Schenker „Dem Andenken Martin Luther Kings“

Von Jens Schubbe. Ohne voneinander zu wissen, schrieben Christfried Schmidt und Friedrich Schenker um 1970 Sinfonien „In memoriam Martin Luther King“. In ihnen wird Protest gegen jedwede Art von Repression und Unfreiheit laut.

Musikalisch gibt es manche Parallele zwischen den Werken, unterschiedlich ist beider Rezeptionsgeschichte. Die Trauer und die Empörung über die Ermordung des US-amerikanischen Bürgerrechtlers 1968 bot den Anlass. Aber beide Werke künden von mehr: In ihnen wird Protest gegen jedwede Art von Repression und Unfreiheit laut – auch die im eigenen Land. Musikalisch gibt es manche Parallele zwischen den Werken. Denkbar unterschiedlich ist freilich beider Rezeptionsgeschichte. Die Uraufführung von Schenkers Sinfonie Anfang 1972 in Dresden geriet zum großen Skandal. Schmidts Sinfonie hingegen blieb ein halbes Jahrhundert unaufgeführt, bis das Werk 2021 – ebenfalls in Dresden – aus der Taufe gehoben wurde: in Anwesenheit des nahezu 90-jährigen Komponisten.

© Deutschlandfunk Kultur, Neue Musik, 1.4.2025

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