Brain Eno, Björk und Co. „Wenn Musiker mit Apps experimentieren“
Musikhören auf dem Smartphone ist heute Standard. Aber Musik-Apps, die als eigenes Format funktionieren, sind noch immer selten. Nur wenige Musiker probieren das aus wie Brian Eno, der jetzt seine dritte App „Reflection“ veröffentlicht hat. Sie wirkt nur auf den ersten Blick etwas altmodisch.
Von Ina Plodroch
Ambient. Ein Genre ohne Anfang und Ende, ohne Höhepunkt und Refrain. Die anspruchsvolle Version von Wellness-Musik. Einer der Erfinder: Brian Eno. Sein 1978er-Album „Ambient 1: Music for Airports“ ist der Klassiker des Genres.
„Mit Ambient-Musik wollte ich eigentlich endlose Musik machen, die solange da ist, wie man es möchte.“
schreibt Brian Eno zur Veröffentlichung seines neuen Albums „Reflection“, das eigentlich nur ein einziges 54-minütiges Musikstück ist. Aber auch eine App für das Smartphone. Denn die CD oder Schallplatte ist endlich:
„Aber die App, die ‚Reflection‘ produziert, ist nicht auf die Album-Version beschränkt: Sie kreiert eine endlos wechselnde Version dieses Musikstücks.“ ….
© Deutschlandradio Kultur, Tonart, 2.1.2017