„Climate Justice und noch mehr?“ Warum Klimakrise und soziale Frage zusammenhängen Von Ferdinand Meyen

Wir können nicht mehr für den Klimaschutz tun, denkt doch mal an die Arbeitsplätze!“ „Autofahren darf nicht teurer werden, das belastet doch vor allem die Einkommensschwachen!“ 

„Wir können nicht alle teures Biofleisch kaufen, so werden sozial Schwache zwangsvegetarisiert!“ Das sind beliebte Argumente, häufig sollen sie rechtfertigen, warum wir nichts gegen die Klimakrise unternehmen können – und nach wie vor prägen sie unseren Klima-Diskurs. Im Wahlkampf 2021 wurden die Spitzenkandidaten der Parteien zum Beispiel häufig gefragt, wer die teuren Klimaschutzmaßnahmen am Ende bezahlen soll, und wie viel Wohlstand wir für den Umweltschutz überhaupt opfern wollen. Doch es ist ein Fehlschluss, Umweltschutz und die soziale Frage gegeneinander ausspielen. Alle Fakten deuten darauf hin, dass sich sowohl die soziale Krise – z.B. wachsende Ungleichheit, Fachkräftemangel, Deindustrialisierung – als auch die Klimakrise aus den gleichen Gründen verschärfen. Der Zündfunk Generator fragt nach einem Programm, dass soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz zusammendenkt. Die Ideen dafür sind da. Und sie betreffen uns alle. Konzepte aus dem anarchistischen Klimaschutz, dem Antirassismus und dem demokratischen Sozialismus prägen dabei auch die Klimabewegung. Aktivistinnen und Wissenschaftlerinnen haben Antworten – und der Kapitalismus kommt dabei nicht gut weg. 

In dieser Sendung sprechen: Der schweizer Historiker Milo Probst, der Politikwissenschaftler und Schriftsteller Raul Zelik, die Klima-Aktivistinnen Mia, Laura, Fritzi und Simon, der Gemeinderat der KPÖ Graz, Max Zirngast sowie Bosch-Betriebsrat Ferhat Kirmizi.



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