Dancefloor-Ausstellung in Düsseldorf „Im grellen Schein des Putzlichts“

„Electro. Von Kraftwerk bis Techno“ im Düsseldorfer Kunstpalast zeigt elektronische Klassiker. Den innovativen Anteil von Frauen spart sie leider aus. Von Lars Fleischmann.

Es gibt Clubs, die sind Clubs und Museen, die Museen sind. Während der pande­miebedingten Zwangspause des Nachtlebens richtete der Club Berghain in Berlin zwischenzeitlich eine Kunstausstellung aus – und derzeit versucht der Kunstpalast in Düsseldorf Clubatmosphäre zu verbreiten. „Electro. Von Kraftwerk bis Techno“ heißt die Ausstellung, die sich bereits ankündigt, während man noch auf den Einlass wartet.



Die knackigen Sounds und Bässe, die durch alle Museumsräume bis an die Eingangshalle pulsieren, sind die ersten Exponate dieser groß angelegten Auseinandersetzung, kuratiert vom französischen Autor Jean-Yves Leloup und Alain Bieber (NRW-Forum), mit der nahezu 100-jährigen Geschichte von elektronischer Musik.



So begrüßen wechselweise Tracks solcher Veteranen wie Jeff Mills, Aphex Twin und Daft Punk die Besucher*innen, heißen sie willkommen und können dank passabler Soundanlage durchaus die Illusion von durchtanzten Nächten erzeugen. Verantwortlich für die elf DJ-Mixe ist der Pariser DJ-Star und Technopionier Laurent Garnier.



© TAZ, Kultur, Musik, 3.3.2022

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