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„Das Ende der Gedankenfreiheit?“ Über die kommerzielle Erschließung unseres Gehirns Von Christiane Miethge

An die Überwachung jedes Klicks, jedes Einkaufs, jeder Bewegung haben wir uns gewöhnt und glauben, es könnte kaum schlimmer werden. Doch nun wollen Tech-Unternehmen auch unsere Gedanken erschließen.

Sie investieren gerade Millionen in die Erforschung so genannter Computer-Hirn-Schnittstellen. Mit EEG-Sensoren, Optical Imaging oder Chips unter der Schädeldecke sollen bewusste und unbewusste Gehirnstrahlen erfasst und dann von einer Künstlichen Intelligenz „gelesen“ werden. Das Versprechen: Die Kontrolle über unsere Handys, Computer oder auch Fernseher alleine mit Hilfe unseres Gehirns. Doch was ist dran am großen Traum des Gedankensteuerns? Und wie groß ist die Gefahr, dass dabei intimste Gedanken, Gefühle, Träume ausgelesen und kommerziell verwendet werden? Christiane Miethge macht sich auf eine Reise durch verschiedene Forschungsansätze und kommerziellen Visionen von Deutschland über Montreal bis Sillicon Valley. Dabei kommt sie zu dem Schluss: Gedankenlesen mag Science-Fiction bleiben, doch unsere Gedankenfreiheit ist trotzdem in Gefahr. Nur ganz anders als gedacht.

© Bayern 2, Zündfunk Generator, 3.6.2018

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