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„Gefährliche Liebschaften II“ – Remix Von Elke Heinemann

Les Liaisons dangereuses, auf Deutsch „Gefährliche Liebschaften“, heißt der berühmt-skandalöse, mehrvach verfilmte Briefroman von Choderlos de Laclos. Ein literarisches Sittengemälde aus dem 18. Jahrhundert, dessen aktueller Relevanz Elke Heineman in Zeiten von #MeToo nachspürt.

Frankreich, 1782: Der Untergang der höfischen Gesellschaft steht kurz bevor, als mit dem Briefroman „Les Liaisons Dangereuses“ ein Buch auf den Markt kommt, das bis heute weltberühmt ist. Choderlos de Laclos kritisiert die Libertinage des funktionslos gewordenen Adels, sein ausschweifendes, machtorientiertes, von sozialen Normen und Gefühlen abgelöstes Sexualverhalten. Ein Thema, das durch die #MeToo-Debatte zu sexuellen Übergriffen und Belästigungen im Alltag gerade aktualisiert wird und Spekulationen über Sex und Macht in dekadenten Gesellschaften provoziert. Es sind, vielleicht nicht zufällig, vor allem französische Autorinnen wie Catherine Millet oder Virginie Despentes, die den Wandel der Sexualmoral im 21. Jahrhundert beschreiben. Barbara Vinken und Eva Illouz kommentieren ihn von wissenschaftlicher Seite.

 

© WDR 3, Kulturfeature, 2.6.2018

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