Das Filter: Wochenend-Walkman vom 3.9.2016 mit Kornél Kovács, Zomby und den Beginnern
Kornél Kovács – The Bells
Ist auch gar kein Techno, auch kein House oder sonstwas, „The Bells“ hängt sehr angenehm zwischen den Nähten, ist sehr verspielt, fast humorvoll, aber doch fokussiert, bedient das, was von so einem Album erwartet wird, ohne dabei aber vorhersehbar zu sein. Eine sehr bunte Angelegenheit mit viel schillernder Farbe und noch größerer Euphorie
https://open.spotify.com/album/1K4HO2nKwsJfZd0QmJqA60
Zomby – Ultra
In der elektronischen Musik herrscht schon seit Jahren ungebrochene Begeisterung für völlig untanzbare Digitalgewitter. Man mag es aktuell gerne etwas komplizierter – und in gewisser Weise gilt das auch für „Ultra“, obschon dessen Tracks sich gerne nur auf einen einzigen Loop verlasen. Aber auch hier brechen Tracks einfach ab, um sich dann in ganz neue Richtungen aufzumachen. Auf „Ultra“ will Zomby sich nie recht festlegen lassen, er hängt am scheinbar Unfertigen: eine Feier der Lücke.
https://open.spotify.com/album/3bvb9dFBcBP4XY9MiY71Eq
Beginner – Advanced Chemistry
Völlig unabhängig der Songs, kann sich die Platte einer ordentlichen Portion Gute-alte-Zeit per sé nicht entziehen. Das wohlig nostalgische Gefühl stellt sich schon in dem Moment ein, in dem – zum ersten Mal nach 13 Jahren – Eizis Flow und Denyos unverkennbare Stimme erklingen, und hält bis zum letzten Vers an. Und weil diese Rapstimmen tatsächlich gefehlt haben, bin ich froh, dass „Advanced Chemistry“ endlich da ist. „Oh ja, die Beginner sind back / Around the Eck“.
© Das Filter, SOUNDS – Text: Redaktion