Das Orchestre National de France spielt Kompositionen von Martial Solal

Der 1927 in Algier geborene Martial Solal ist nicht nur ein brillanter Jazzpianist und erfolgreicher Filmmusikkomponist (von ihm stammt zum Beispiel der Soundtrack von Jean-Luc Godards „À bout de souffle“), er versteht sich selbst auch als Forscher im Jazz und hat sich im Laufe der Jahrzehnte immer mehr zum Grenzgänger entwickelt, der das Jazzidiom mit klassischer, zeitgenössischer Orchestermusik gekonnt zu verbinden weiß.

Drei seiner in diesem Geist entstandenen Kompositionen wurden am 11. September 2020 vom Orchestre National de France unter der Leitung von Jesko Sirvend im Auditorium von Radio France in Paris zur Aufführung gebracht: das Konzert für Posaune, Klavier, Kontrabass und Orchester (komponiert 1989), das Konzert für Saxofon und Orchester (2014) und das Konzert für Klavier und Orchester (1997). Letzteres ist übrigens „Coexistence“ betitelt – programmatisch für Martial Solals Ansatz, unterschiedliche musikalische Sphären miteinander kurz zu schließen.



© Ö1, In Concert, 16.7.2021

Komponist/Komponistin: Martial Solal
Titel: Concerto pour trombone, piano, contrebasse et orchestre
Solist/Solistin: Denis Leloup
Solist/Solistin: Hervé Sellin
Solist/Solistin: Jean-Paul-Celea
Orchester: Orchestre National de France
Leitung: Jesko Sirvend
Länge: 24:37 min
Label: EBU

Komponist/Komponistin: Martial Solal
Titel: Concerto pour saxophone et orchestre
Solist/Solistin: Jean-Charles Richard
Orchester: Orchestre National de France
Leitung: Jesko Sirvend
Länge: 20:35 min
Label: EBU

Komponist/Komponistin: Martial Solal
Titel: Concerto „Coexistence“ pour piano et orchestre
Solist/Solistin: Éric Ferrand-N’Kaoua
Orchester: Orchestre National de France
Leitung: Jesko Sirvend
Länge: 30:20 min
Label: EBU

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