Das sowjetische Trauma – Estland auf der Suche nach sich selbst
Vor 100 Jahren – im Februar 1918 – erlangten die Esten ihre erste Unabhängigkeit von Russland. Auf die zweite mussten sie dann bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion warten. Die Geschichte hat das Land geprägt; die Suche nach der estnischen Identität hält an. Was ist estnisch?
Soll der russischen Minderheit ein Sprachzeugnis oder gar ein Bekenntnis zur Mehrheitskultur abverlangt werden? Und wie definiert die sich überhaupt – in einem Land, das wie kaum ein anderes auf Internet und digitale Vernetzung setzt?
Mit ihrem Roman „Fegefeuer“ hat die estnisch-finnische Autorin Sofi Oksanen vor einigen Jahren eine Debatte ausgelöst, die noch nicht beendet scheint. Wie weit haben die Esten die Jahrzehnte sowjetischer Okkupation und erzwungenen Schweigens aufgearbeitet, und welche Lehren sind zu ziehen?
© Redaktion: Thomas Nachtigall / Produktion: WDR 2014 / www.wdr3.de
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