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Der Chopin des Jazz-Pianos: Bill Evans

„Bill konnte leise und sehr sanft spielen, aber dabei mit viel Intensität.“ (Eddie Gomez). Er stand auch für innere Logik und Struktur. Der Einfluss von Bill Evans ist bis heute zu spüren – nicht zuletzt und vor allem als Revolutionär des Klavier-Trios. Mit Karsten Mützelfeldt.

Bill spielt zunächst klassische Musik, beginnt zu malen und zu zeichnen, interessiert sich für Literatur und Philosophie. Über seinen älteren Bruder Harry lernt Bill Jazz kennen. 1955 zieht es ihn nach New York. Der Arrangeur und Komponist George Russell empfiehlt den jungen Musiker weiter – an den Mann, der Bill Evans alsbald weltbekannt machen wird: Miles Davis. 1950 ist er an dessen Meilenstein „Kind of Blue“ beteiligt, dem berühmtesten Album der Jazz-Geschichte. Mit Scott LaFaro und Paul Motian entwickelt der Pianist eine neue Spiel-Kultur: ein simultanes Improvisieren aller drei Musiker, ein stetes Aufeinander-Eingehen. Dieses gleichberechtigte, demokratische Selbstverständnis wird die großen Piano-Trios der Zukunft nachhaltig prägen. © Texte: WDR 3, Jazz.



© WDR 3, Jazz, 5.2.2024

First Movement Part 1 | 5:10
Bill Evans

The Days of Wine and Roses | 6:40
Bill Evans feat. Toots Thielemans

Waltz for Debby | 1:49
Bill Evans

Prelude No. 4 | 0:33
Bill Evans

Prelude | 1:07
Bill Evans

Concerto for Billy the Kid | 0:52
George Russell

Two Bass Hit | 0:43
Miles Davis Quintet

Bye Bye Blackbird | 6:45
Miles Davis Quintet

Peace Piece | 0:54
Bill Evans

Flamenco Sketches | 0:43
Miles Davis

Blues in Green | 1:24
Miles Davis

So What | 9:20
Miles Davis

Blues in D | 0:34
Piano Summit

All of You | 1:11
Bill Evans

One for Helen | 0:44
Bill Evans

Funkallero | 0:59
Bill Evans

Stan’s Blues | 5:30
Bill Evans feat. Stan Getz

The Touch of Your Lips | 1:10
Tony Bennett/Bill Evans

Here is Something for You | 0:39
Bill Evans

We Will Meet Again | 0:13
Bill Evans

Theme from M.A.S.H. | 0:33
Bill Evans

Never Let Me Go | 0:18
Bill Evans

Sugar Plum | 5:25
Bill Evans

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