"Mit dem Komponieren immer wieder an das Gleiche heranzutreten und es aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten“ - das fasziniere sie…
Er denke lieber über Inhalte nach statt über Formen, sagt Johannes S. Sistermanns. Für die Zuordnung seiner Kunst zu einem konkreten Genre ist das ein Problem. Den Kagel-Schüler als Komponisten zu bezeichnen wäre zu kurz gegriffen.
Wenigstens Performer, Klangkünstler und Autor müsste man ergänzen. Am einfachsten lässt sich noch seine Arbeitsweise beschreiben: intuitiv und impulsgesteuert. Räume spielen eine wichtige Rolle. Auch gibt es häufig „Instrumente“ wie Piezo-Membranen, Obertongesang und Klarsichtfolie. Sistermanns knüpft an sein Schaffen keine Botschaften. Michaela Fridrich geht der Frage nach, was seine Kunst motiviert und was sie ausmacht.
© BR Klassik, Horizonte, 9.2.2021
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