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Der Überlebenskampf des Jack-London-Entdeckers Erwin Magnus „Sorgen Sie doch bitte dafür, dass ich etwas bekomme!“

Erwin Magnus (1881-1947) übersetzte in den 20er-Jahren fast das gesamte Oeuvre des in Deutschland bis dahin nahezu unbekannten Autors Jack London aus dem Amerikanischen ins Deutsche. Die Rechte hatte er zuvor exklusiv von der Witwe des Schriftstellers erworben.

Von Christian Blees

Die deutschen Übersetzungen wurden schnell zu Bestsellern, so dass Magnus – dessen Honorare an die Verkaufszahlen gekoppelt waren – in Berlin zunächst ein wohlhabendes Leben führen konnte.

Dies änderte sich schlagartig, als Hitler an die Macht gekommen war: Der Jude Magnus erhielt Berufsverbot und emigrierte nach Skandinavien. Bevor er nach dem Krieg den Kampf um die ihm während der Nazizeit vorenthaltenen Tantiemen aufnehmen konnte, starb Magnus, völlig verarmt, am 31. März 1947 in Kopenhagen. Jahrelang führte seine Frau juristische Auseinandersetzungen mit den aktuellen deutschsprachigen Jack-London-Rechteinhabern – weitgehend vergeblich.

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© Deutschlandfunk, Feature, 2017

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