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DerStandard: CocoRosie: „Das Dogma des Undogmatischen“ Die neue CD „Put the Shine On“ Von Karl Fluch

Manche Menschen ziehen eine Wurzelbehandlung einem CocoRosie-Album vor. Lieber ein kurzer Schmerz als nerviges Gezappel auf Albumlänge. Derartige Aversionen sind dem kindlichen Spieltrieb der beiden Schwestern zuzuschreiben, die als CocoRosie seit 16 Jahren gemeinsam musizieren.

Bianca und Sierra Casady haben in der Zeit eine Weltkarriere hingelegt. Die Sprunghaftigkeit ihrer Kunst hat sie sogar in Bereiche abseits der klassischen Popbühnen geführt, etwa ans Theater. Zudem wurden sie zu Vorzeigekünstlerinnen für jene Festivals, bei denen die politische Positionierung manchmal wichtiger erscheint als die Kunst.

CocoRosie verstanden ihre Band von Anbeginn als offenes System; so überwanden sie stilistische Grenzen ebenso wie die Zuschreibungen von Geschlechterrollen. Nach fünf Jahren Veröffentlichungspause erscheint am Freitag Put the Shine On….

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© DerStandard, Kultur, 10.3.2020

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9 Gedanken zu „DerStandard: CocoRosie: „Das Dogma des Undogmatischen“ Die neue CD „Put the Shine On“ Von Karl Fluch

  • ein bißchen fremdschäm gefällig? carsten rochow bespricht die neue cocorosie … ist ihm immer noch „zu eklektisch“. die schmuserockCDs-hortende generation golf in ihrer vollen bürgerlichkeit jault auf. ich hab ich fast verpieselt.

    kleiner tipp am rande: Der Fall Meng Meng – Schwarze Krimikomödie über eine Pandaentführung. kööööstlich!!!!

    und, naja, aus dem 100GB wird wohl mehr als ein TB in sachen hörspiele auf archive.org. bin im moment beim auffüllen von E. viel spaß beim stöbern, sind sichereine menge sachen dabei, die dich mehr als happy machen dürften 😉

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    • portfuzzle

      Ach du lieber Gott … Du bist sicher verrückt und das ist gut so. Nur, wer soll sich das nur alles anhören und wann …. Aber vielleicht habe ich bald viiiieeeeel Zeit.

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      • > Du bist sicher verrückt

        aber ja doch 😉

        die geschichte ist ja schnell erzählt: 1984 bekam ich einen ti 88/4a homecomputer und musste meinen fernseher als monitor mißbrauchen. da bin ich auf hörspiele gestoßen … und hab die sachen halt aufgenommen (was wiederum ordnung in mein leben brachte – wenn man etwa, um den herrn der ringe in 48 folgen aufzunehmen, jeden tag um 14:00h den kassettenrecorder anmachen muss, ordnet sich so ein leben schnell …). seitdem sammele ich und das ist nun halt der hörspiel teil meiner sammlung. über comics oder musik wollen wir erst gar nicht reden. für meine live-bootleg sachen brauche ich mittlerweile ne 4TB platte …

        > Nur, wer soll sich das nur alles anhören und wann

        der sinn einer bibliothek, ich erkläre das ja immer wieder gerne, ist nicht der, daß man alles liest, es geht darum, daß man auf alles zugreifen kann, wenn man lust drauf hat.

        wenn du, was du wahrscheinlich nicht tust, meinen täglichen podcastservice verfolgst, weisst du, daß ich am tag alleine 3-4 stunden nix anderes mache, als eben features und andere podcasts zu hören.

        kommen die hörspiele und lesungen dazu – im moment die „art keller“ trilogie von don winslow. für mich gilt tatsächlich „das ohr ist der weg“ und weil ich in besagter hermetischer garage wohne, nicht wirklich arbeite sondern von einem programm lebe, das ich vor 20 jahren geschrieben habe, und mein hermetischer zustand nur gelegentlich von jungen damen, die hier tee trinken und philosophieren wollen, unterbrochen wird, bin ich so frei, so zu leben, wie ich das will.

        kein weib, das meine ruhe stört … aber durchaus genug „publikumsverkehr“, um mich nicht wirklich alleine oder einsam zu fühlen. im gegenteil, alles im rechten maß. und die 18jährige junge dame, die hier häufig sitzt, frisst sich gerade durch meine podcastsammlung in sachen psychologie und philosophie. das archiv ist also von praktischem nutzen

        also ja, definitiv verrückt – und ich liebe diesen zustand, mein leben gehört halt wirklich mir und meinen seltsamen interessen. ich kann gleich tot umfallen und hätte ein erfülltes leben nach meinen regeln gehabt.

        guck einfach rein, wenn du was suchst, ich denke wirklich, daß du das eine oder andere entdecken wirst, was du ggfl. mal für eine post findest oder ganz allgemein schon immer mal gesucht hast.

        > Aber vielleicht habe ich bald viiiieeeeel Zeit.

        ich ahne, der theaterbetrieb wird bald zum stillstand kommen. ich musste ja schon das langersehnte Seasick Steve konzert in den wind schreiben, veranstaltungen über 100 leute sind in luxembourg abgesagt worden.

        aber hey, da müssen wir durch. pass auf dich auf.

        und, wenn du krank werden solltest, wirst du wahrscheinlich das erleben, was hier gerade abgeht, ja okay, französisch … im wesentlichen rottet sich da gerade die fangemeinde zusammen und wünscht dem blogherren, er möge bald wieder auf die beine kommen 😉

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        • und, um das thema nicht aus den augen zu verlieren, cocorosie sind auch verrückt, weshalb ich sie von der ersten platte an abgöttisch liebe und besagte 18jährige auch für sie begeistern konnte 😉

          zwei amerikanische schwestern, die in einem pariser hoitelzimmer so ein meisterwerk wie ihre erste zusammenfrickeln können, wer kann die nicht lieben? na gut, carsten rochow, aber den habe ich eh auf dem kieker.

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          • portfuzzle

            Das erste Werk der beiden war schon was besonderes, definitiv!

          • > das erste werk

            hey, „beautiful boyz“ von der zweiten ist definitiv auch großartig.

            wie das halt so ist, manche dinge verlieren ggfl. schnell den reiz, wenn es sooo viel gibt, was man auch hören könnte. bei mir endete zb. mein interesse an pink floyd mit der „animals“, weil ich eher in fan der sachen bis „Meddle“ war.

            cocorosie bin ich aber bislang treu geblieben und schon ganz gespannt auf die neue. vorher muss ich mich aber noch durch die live-sachen vom BBC camden festival durcharbeiten, alle 3 tage aufgenommen, aber noch nicht mal geschnitten. spannend vor allem, weil man da so richtig schön den jähen einbruch von jazz in die britische popmusik beobachten kann, gerade die ersten drei gelisteten sachen (kokoroko, melt yoursef down und black country new road) klangen ad hoc interessant. sudan archives, black midi und Hot 8 Brass Band gab’s ja leider nur in schnippseln bei coe & reilly).

            ah, man müsste drei leben haben …

          • portfuzzle

            3 Leben… Warum nicht….Leider ist es mit CocoRosie, wie mit vielen anderen Bands. Am Anfang sind sie der Wahnsinn oder so ähnlich und später klingen sie nur noch wie die Erinnerung daran. Ein Echo das man mal gehört hat. Nur wenige entwickeln sich weiter. Was gerade, aber eigentlich schon länger, in England mit dem aktuellen Jazz passiert ist hochinteressant !

  • das einzig wirklich elende an so einem leben ist ja, daß man nicht alle bücher und comics gelesen, nicht alle filme geguckt, nicht alle hörspiele und nicht alle musik gehört haben kann. mit dem rest komme ich zurecht, aber damit tue ich mir schwer 😉

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