Die Radiotipps für den 17.5.2025
Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.
00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Lange Nacht
„Träume fürs Kino“ Eine Lange Nacht über den italienischen Filmemacher Federico Fellini
Von Josef Schnelle Regie: Uta Reitz
Träume bestimmten das Leben des Federico Fellini (1920 – 1993). Geboren wurde er in dem italienischen Lieblingsurlaubsort der Deutschen, in Rimini, wo noch heute ein stimmungsvolles Museum in der Festung Castel Sismondo an ihn erinnert. Seine einzigartigen Kinoträume von LA STRADA über LA DOLCE VITA bis hin zu seinem SATYRICON und DIE STADT DER FRAUEN aber entstanden vorwiegend in der römischen Traumfabrik Cinecitta oft mit Marcello Mastroianni als seinem Alter Ego auf der Leinwand. Die Kinoträume wurzelten in realen Träumen, die Fellini oft gleich am Morgen im Wortsinne nachzeichnete und eindrucksvoll beschrieb. Diese ganze Welt der Zauberwesen und Clowns, der monströsen Weiblichkeit und eines überlebensgroßen Machismos werden in dieser Langen Nacht lebendig werden und ihr Einfluss auf das Weltkino nachgezeichnet.
05:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Aus den Archiven
„Filme unter geteiltem Himmel“ Die DEFA wird 40. Von Heinz Kersten Deutschlandfunk 1986
Die DEFA steht für Filmklassiker wie „Die Legende von Paul und Paula“, „Solo Sunny“ und „Die Spur der Steine“, um nur drei der bekanntesten zu nennen. Sie wurde 1946 als volkseigenes Filmstudio der DDR gegründet und stand unter der Kontrolle der Kulturabteilung des Zentralkomitees der SED. Es sollten Filme gezeigt werden, durchaus auch mit Blick auf den Westen, die die Probleme der jeweiligen Zeit enthielten. Man wollte aufklären, die Menschen, die den Faschismus mitgetragen hatten, umerziehen. Heinz Kersten hat im Deutschlandfunk zum 40sten Geburtstag der DEFA über ihre Geschichte, ihre Macher und ihre Filme erzählt.
9:04 Uhr SWR Kultur Musikstunde
Singer-Songwriter: So klingt Tel Aviv – Musik aus der Stadt ohne Pause. Mit Tristan Reiling
In Jerusalem wird gebetet, in Haifa gearbeitet und in Tel Aviv – gelebt. So sagt es ein israelisches Sprichwort und ein bisschen Wahrheit steckt in solchen Klischees ja oft drin. Lebendig ist die Musik- und Kreativszene in Tel Aviv in jedem Fall, auch während sich Israel im Krieg befindet. Wir hören aktuelle Veröffentlichungen von Musikerinnen und Musikern, die auch in unruhigen Zeiten Wunderschönes schaffen.
15:00 Uhr ByteFM Golden Glades mit Sandra Zettpunkt
Suture
Suture (franz. „Naht“) meint in der Filmtheorie die unauffällige Montage, das bruchlose Kontinuum. Als solches gedenken wir auch die heutige Golden-Glades-Ausgabe zu gestalten: ohne harte Schnitte, stattdessen voll subtiler Überleitungen, die einem fast entgehen könnten. Mit dabei: Autocamper, Big Warm Bed und Stereolab.
16:00 Uhr radio 3 Deep Doku
Glücksspiel – Janet und Mathias haben alles verzockt
Sportwetten, Spielautomaten, Online-Glücksspiel: 1,3 Millionen Menschen in Deutschland sind spielsüchtig. Janet und Mathias sind zwei von ihnen und kennen die Entwicklung von Anfängerglück zu starker Abhängigkeit. Bei Mathias hat alles schon als Kind mit Preisausschreiben und Tombola-Verlosungen angefangen. Später ist er dann in Online-Sportwetten eingestiegen und hat alles verzockt, was er und seine Frau sich aufgebaut haben.
Von Kilian Mazurek Regie: Oliver Martin Produktion: rbb 2024,
18:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Feature
„Der Grenzläufer“ Von Jörn Klare
Regie: Friederike Wigger Ton: Martin Eichberg Deutschlandfunk Kultur 2023
Er blickt auf sein Leben mit, für und gegen Drogen, Jahre voller Höhenflüge und Tragödien, absoluter Verlorenheit und brutaler Gewalt. Mittlerweile scheint er sich stabilisiert zu haben. Ein Feature über ein Leben an der Grenze der Gesellschaft.
18:20 Uhr SWR Kultur Jazz
Me and My Music – Jonas Esser. Von Konrad Bott
Die Bewegungen eines Rockdrummers, die Kreativität eines Jazzers und das Herz eines R’n’B-Producers – die haben Jonas Esser von Emmendingen nach New York gebracht. Als Sideman ein Fels in der Brandung und gleichzeitig ein kluger Ideengeber, der Elektronik und Akustik mit kindlicher Neugier zusammenpuzzelt. Jetzt hat Jonas sein Debutalbum veröffentlicht, in dem er musikalisch konsequent nach vorne schaut und das er in einem Anflug von Ironie „Last Album“ getauft hat. Lernen Sie Jonas Esser kennen – mit seinen Gedanken und seiner Musik!
19:04 Uhr Bayern 2 Zündfunk Playback
Doris Dörrie über Leben, Schreiben und ihre liebste Musik. Mit Michael Bartle
Ende Mai wird Doris Dörrie, die große Regisseurin, Autorin und Dozentin an der Filmhochschule, 70 Jahre alt. Musik hat in ihren Filmen und ihrem Leben immer eine große Rolle gespielt.
Deshalb hat Zündfunk Musikchef Doris Dörrie bei ihr zuhause in München-Schwabing besucht und mit ihr geredet über das Schreiben, über Demut, Dankbarkeit, über Vergänglichkeit und über die Kreativität. Darüber, was Filme und Kunst ausrichten können in diesen schweren Zeiten voller Krisen und Konflikte! Zeiten, in denen ein unberechenbarer amerikanischer Präsident die Kreativität überall dort zu beschneiden versucht, wo sie ihm nichts nutzt.
Unser Autor hat sich zur Vorbereitung auf diese Sendung eine Menge der Filme von Doris Dörrie nochmal angeschaut, etwa „Freibad“ mit Andrea Sawatzki, „Glück“ mit Alba Rohrwacher, „Männer“ mit Heiner Lauterbach und Uwe Ochsenknecht – der Film der Doris Dörrie schlagartig berühmt gemacht hat. Oder den wunderbaren Film „Kirschblüten Hanami“ mit den leider schon verstobenen Elmar Wepper und Hannelore Elsner. Unser Autor findet: die Filme sind unglaublich gut gealtert, haben den Test der Zeit locker bestanden.
Die Musik für diese Stunde Zündfunk hat Doris Dörrie selbst ausgesucht und erzählt uns und Euch, warum sie ihr so wichtig ist. Schon als junge Frau hat sie Punk geliebt, aber auch Velvet Underground und Jefferson Airplane, später auch Erobique und Jacques Palminger. Und sie macht auch uns ein Kompliment: Wann immer es geht, auch in Japan, versucht sie, um 19 Uhr den Zündfunk zu hören und dort neue Tipps zu bekommen. Jetzt drehen wir den Spieß um und lassen uns von Doris Dörrie und ihren Musikvorschlägen inspirieren.
20:00 Uhr ByteFM Electro Royale Musik aus Strom mit Martin Böttcher
Knock & Bass
Es wird an die Tür geklopft in der neuen Ausgabe von Electro Royale. Schuld ist ein sehr seltener Track, in den Vince Clarke verwickelt ist. Ansonsten ein schönes Hin und Her mit Bo Saris, Ada, dem Hacker und vielen anderen. Knock knock!
20:05 Uhr Deutschlandfunk Hörspiel
Die Erschöpften (5+6/10) Anastasia + Veitstanz. Von Oliver Sturm
Ton und Technik: Jean-Boris Szymczak Komposition: Andreas Bick Regie: der Autor
NDR/Deutschlandfunk 2025
22:00 Uhr Bremen 2 Sounds in Concert
„Jazzahead 2025 (1)“ In dieser Ausgabe hören sie die Konzerte der Schweizer Pianistin Manon Mullener, dem senegalesischen Sänger und Kora-Spielers Momi Maiga, des britischen Altsaxofonisten Sam Newbould und der deutschen Gruppe Hilde.
22:05 Uhr Deutschlandfunk Atelier neuer Musik
„Acoustic Ecology Lab“ Tania Rubios Konzepte von Klangkunst, Biologie und indigener Erinnerung. Von Tina Vogel
Die mexikanische Komponistin Tania Rubio, Jahrgang 1987, lauscht gern der Natur. Als Klangkünstlerin und Biomusik-Forscherin erkundet sie unterschiedliche Klanglandschaften: Vogelrufe, summende Insekten, Regen auf Blättern, oder Wellen, die sich am Ufer brechen. Ihre Aufnahmen im Freien analysiert sie, um daraus vielschichtige Resonanzen aus elektronischen und instrumentalen Strukturen zu gestalten. Rubio treiben Themen wie Klima, Naturraum und Artenschutz um – sie möchte für eine gleichberechtigte Koexistenz von Natur, Tier und Mensch sensibilisieren. Neben naturbezogenen Ansätzen interessiert sich die Komponistin für die soziale Umgebung. Über Naturgeräusche hinaus prägen deshalb auch Rituale, Mythen, kulturelle Symbole ihre Musik – zum Beispiel von indigenen Gemeinden der Maya in Südmexiko.
23:00 Uhr radio 3 The Voice
„Erik Leuthäuser“ Am Mikrofon: Ortrun Schütz
Dieser junge Berliner Jazzsänger und Komponist verfügt über ein riesiges Repertoire. Egal ob in bekannten und weniger bekannten Songs aus dem „Great American Songbook“, oder auch in eigenen Songs in deutscher Sprache – Geschichten erzählen kann er richtig gut. Die bringt er gerne mal aus der queeren Szene in Berlin mit, in der er selbst unterwegs ist. Seine Songs zwischen klassischem Jazz und elegantem Experimental-Pop mit elektronischen Elementen handeln deswegen auch mal von hartem Drogen-Konsum oder Sex. Und selbst wenn die Themen es nicht vermuten lassen: Seine Songs klingen durchaus sanft – wie seine Stimme, die mit nicht mal 30 Jahren schon einige Preise abgeräumt hat. Aktuell ist er für den Deutschen Jazz-Preis 2025 in der Kategorie „Vocal“ nominiert.
23:00 Uhr HR 2 The Artist’s Corner
„Die Stimme: Instrument des Jahres 2025“ Ein grandioses Werkzeug Neuer Musik. Sendereihe mit Julia Mihály (Teil 2 von 4)
Die Stimme des Menschen ist das älteste Instrument der Welt und bis heute als Werkzeug einer jeden neuen Musik weiterhin aktuell, facettenreich und überaus virtuos.
23:03 – 02:00 Uhr SWR Kultur Ohne Limit
„Theogonie (1/2)“
Hörstück von Raoul Schrott als Nachdichtung des gleichnamigen Werks von Hesiod und ergänzt um syro-anatolisch und hethitische Quellen
Einrichtung, Musik und Regie: Klaus Buhlert (Produktion: SWR/NDR 2014)
Nachdichtung des gleichnamigen Werks von Hesiod und ergänzt um syro-anatolische und hethitische Quellen.
23:03 Uhr WDR 3 Studio Elektronische Musik
Profil [84] Atau Tanaka. Mit Reinhold Friedl
Ein Portrait des 1963 geborenen polnisch-amerikanischen Musikers Atau Tanaka. Bei seinen Auftritten steht er meist alleine auf der Bühne und vollführt merkwürdige Bewegungen, irgendetwas zwischen Tai Chi, Tanz und Dirigat. Es gibt weder Dirigierstock noch Instrument, lediglich an Tanakas Unterarmen fallen schwarze Plastikarmbänder auf. Darin befindliche elektronische Sensoren erlauben ihm, mit Gesten und Bewegungen Computermusik zu steuern.
23:05 Uhr Deutschlandfunk Lange Nacht
„Träume fürs Kino“ Eine Lange Nacht über den italienischen Filmemacher Federico Fellini. Von Josef Schnelle Regie: Uta Reitz
Träume bestimmten das Leben des Federico Fellini (1920 – 1993). Geboren wurde er in dem italienischen Lieblingsurlaubsort der Deutschen, in Rimini, wo noch heute ein stimmungsvolles Museum in der Festung Castel Sismondo an ihn erinnert. Seine einzigartigen Kinoträume von LA STRADA über LA DOLCE VITA bis hin zu seinem SATYRICON und DIE STADT DER FRAUEN aber entstanden vorwiegend in der römischen Traumfabrik Cinecitta oft mit Marcello Mastroianni als seinem Alter Ego auf der Leinwand. Die Kinoträume wurzelten in realen Träumen, die Fellini oft gleich am Morgen im Wortsinne nachzeichnete und eindrucksvoll beschrieb. Diese ganze Welt der Zauberwesen und Clowns, der monströsen Weiblichkeit und eines überlebensgroßen Machismos werden in dieser Langen Nacht lebendig werden und ihr Einfluss auf das Weltkino nachgezeichnet.