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Die Radiotipps für den 17.6.2025

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik

Wovon reden wir, wenn wir vom Komponieren reden?
Das Kompositionsstudium an der Stuttgarter Musikhochschule bei Luxa Mart*in Schüttler. Von Leonie Reineke

Ein Blick in die Werkstatt des Kompositionsunterrichts: Was reflektieren Lehrer und Schüler gemeinsam? Worüber und wie wird gesprochen?


18:00 Uhr ByteFM Forward The Bass mit Karsten Frehe

30 Jahre King Size Dub
1995 erschien der erste „King-Size-Dub“-Sampler. Mit dieser Zusammenschau von dem, was damals in Sachen Dub gehyped wurde, startete auch das Hamburger Label Echo Beach. Zum Jubiläum gibt es nun die erste Compilation mit Produktionen, die sich vor der Dubszene in Hamburg verneigt. Dabei wird der Bogen weit gespannt. „King Size Dub: Hamburg“ präsentiert Tunes von Pensi meets Dub Me Ruff, Deichkind, Kings Of Dubrock, Absolute Beginner, Elbtonal Percussion, Knarf Rellöm Arkestra, Haghbin, JahYu und vielen mehr. Allesamt in feine Dub-Gewänder gekleidet. Dub ist dabei nicht nur Technik, sondern Haltung.
Zusätzlich zu den Tracks des kommenden Kapitels (VÖ 20. Juni 2025) gibt es mit Produktionen von The Rootsman, Transglobal Underground, Noiseshaper und Chazzy Wezar einen kleinen King-Size-Dub-Rückblick in der heutigen Sendung zu hören.


19:00 Uhr HR 2 Hörbar

Klavierpoet Manfred Maurenbrecher & mehr Musik grenzenlos
Gerade 75 geworden, aber kein bisschen leise. Der große Geschichtenerzähler am Klavier legt mit „Vielleicht vielleichter“ ein sehr schönes, neues Album vor mit persönlichen Betrachtungen und Geschichten, ebenso aber Songs, die dezidiert gesellschafspolitische Themen aufgreifen.


19:15 Uhr Deutschlandfunk Feature

„Das Attentat auf Hugo Bettauer im März 1925“ Chronik eines Journalistenmordes
Von Christine Marth ORF 2025

Vor hundert Jahren sorgt die Ermordung des österreichischen Journalisten und Schriftstellers Hugo Bettauer international für Schlagzeilen. Der erfolgreiche Autor war durch seine konfrontativ-sozialkritische Haltung in der Ersten Republik zum erklärten Feindbild nicht nur rechtsradikaler Kreise erklärt worden.


19:30 Uhr Ö1 Konzert

Musik zu Chaplins „City Lights“
ORF Radio-Symphonieorchester Wien, Dirigent: Timothy Brock.
Timothy Brock: Musik zu dem Film „City Lights“ von Charles Chaplin

(aufgenommen am 4. Juni im Großen Konzerthaussaal in Wien in 5.1 Surround Sound)
„Der Tag, an dem ich mein aktuelles Werk City Lights vollendet hatte, war voller Erleichterung. (…) Normalerweise gehe ich nach jedem Film für ein oder zwei Tage ins Bett, um meine Nerven zu regenerieren, aber diesmal stand noch eine weitere Aufgabe bevor: das Komponieren der Musik und ihre Synchronisierung mit dem Film.“ – Charlie Chaplin 1932, ein Jahr nach der Premiere von City Lights. Als Charlie Chaplin 1928 mit der Arbeit an City Lights beginnt, ist der Tonfilm bereits erfolgreich in den Kinos etabliert. Trotzdem entscheidet er sich für einen weiteren Stummfilm, den er wieder entlang der Figur des Tramps entwickelt: Dieser verliebt sich in ein blindes Blumenmädchen, dessen Schicksal er mit allen Mitteln zum Besseren wenden möchte. Trotz – oder vielleicht gerade wegen – des Stummfilm-Anachronismus wird City Lights zu einem der erfolgreichsten Filme der 1930-er Jahre. Chaplin brilliert nicht nur als Drehbuchautor, Regisseur und Schauspieler, sondern wagt sich auch auf neues Terrain: Für City Lights komponiert er zum ersten Mal die gesamte Filmmusik.


19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Zeitfragen. Feature

Postpartale Depression „Ich dachte, ich bin eine schlechte Mutter“ Von Esther Schelander
13 Prozent aller Menschen erleiden nach der Geburt eine psychische Erkrankung, darunter Depression und Psychose. Aber oft bleibt diese unerkannt.


20:03 Uhr WDR 3 Konzert

Adès und Rachmaninow im Dialog
Thomas Adès: Three-Piece Suite aus „Powder Her Face”
Sergej Rachmaninow: Sinfonische Tänze op. 45
WDR Sinfonieorchester Köln; Leitung: Nicholas Collon
Aufnahme vom 4. Juni aus der Kölner Philharmonie


20:05 Uhr Deutschlandfunk Hörspiel

„Gestern war die Welt noch schlecht“ Von Stefan Bürkner
Regie: der Autor, Komposition: Bernhard Blix
Ton und Technik: Alexander Brennecke und Frank Klein
Deutschlandfunk Kultur 2025
Alex lebt ein unauffälliges Leben zwischen Pflegejob, Tiefkühllasagne und Popkultur. Konflikten geht sie aus dem Weg – bis ein Übergriff alles verändert. Als „Pink Vigilante“ nimmt sie Rache, versteckt hinter einer Maske, lässt sie ihrer Wut freien Lauf. Was als einzelner Akt beginnt, entfacht einen digitalen Hype: TikTok, Flashmobs, Straßenproteste. Doch mit wachsendem Ruhm wächst auch die Gewalt. Alex hadert mit ihrer Rolle, überschreitet Grenzen – und gibt sich ihrem inneren Zorn und Drang nach „Gerechtigkeit“ hin.


21:00 Uhr SWR Kultur JetztMusik

„In trauter Einsamkeit (1/2)“ Neue Solostücke mit Elektronik in Tübingen
Am Mikrofon: Leonie Reineke

„Contemporary Concerts Tübingen“ in Kooperation mit „SWR Kultur – JetztMusik-Konzerten“
Patrick Stadler (Saxofone)
Sonja Lena Schmid (Violoncello)
Luís Antunes Pena: Narcosis für Basssaxofon und integrierte Elektronik (UA)
Sem R A Wendt: //kill_chain für Cello, Live-Elektronik und Live-Video (UA)
Georgia Koumará: and when we speak we are afraid our words will not be heard für Tenorsaxofon und Effektgeräte (UA)
Jessie Marino: gradient maps of fallow fields für Cello und Zuspiel (2021)
Elena Rykova: Amber Blackcurrant Time für Saxofon und Elektronik (UA)
(Aufnahme vom 23. November 2024 in der Westspitze, Tübingen)


21:00 Uhr radio3 Neue Musik

Die Komponistin Rebecca Saunders. Mit Andreas Göbel
Bereits seit ihrer Kindheit ist sie von Klang umgeben. Damals lag sie unter dem Flügel ihrer Eltern, beides Pianisten, und hörte der Musik zu. Inzwischen ist Rebecca Saunders eine der erfolgreichsten Komponistinnen der Gegenwart. 2019 hat sie den Ernst von Siemens Musikpreis erhalten. Am 20. Juni erlebt ihre Oper „Lash“ an der Deutschen Oper Berlin ihre Uraufführung.


21:05 Uhr Deutschlandfunk Jazz Live

„Strenge Formen und fröhliche Ausbrüche“ Sylvie Courvoisier Trio
Sylvie Couvoisier, Piano
Drew Gress, Kontrabass
Kenny Wollesen, Schlagzeug
Aufnahme vom 8.2.2025 beim J.O.E.-Festival 2025, Zeche Carl Essen
Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer
Auskomponierte Brüche und Kontraste spielen eine wichtige Rolle in der Musik der Pianistin Sylvie Courvoisier. Aber genauso kann sie sich mit ihrer Band begeistert in einen Shuffle-Rhythmus werfen, unbändig swingen oder in freie Eruptionen steigern. Vor zwölf Jahren musste der kreative Strippenzieher John Zorn die experimentierfreudige Wahl-New Yorkerin noch zur Gründung eines klassisch besetzten Klaviertrios überreden. Heute bilden die drei Individualisten eine traumhaft eingespielte Partnerschaft mit festen Wurzeln im modernen Jazz. Ihr mitreißendes Konzert war ein Höhepunkt beim diesjährigen J.O.E.-Festival in Essen.


22:00 Uhr radio3 Jazz

Jazzfest Berlin 2024 – Diatom Ribbons. Mit Holger Zimmer


22:00 Uhr NDRKultur Jazz

Konzertreihe NDR Jazz im Rolf-Liebermann-Studio
Der Audioforscher Bugge Wesseltoft generiert in seinem Studio Klanggebilde, mit denen er zu einem der wichtigsten Vertreter des sogenannten NuJazz wurde. Izabella Effenberg ist eine vielfach ausgezeichnete Schlagwerkerin und leitet in Nürnberg das Festival Vibraphonissimo. Dort trafen sich der norwegische Pianist und die polnische Multi-Instrumentalistin zum ersten Mal. Beide sammeln Instrumente. Wesseltoft Trommeln und Keyboards, Effenberg Exoten wie Glas-Xylofon, Glasharfe und Array Mbira. Instrumente, mit denen sie im NDR Studio außergewöhnliche Klanglandschaften kreierten.


22:03 Uhr WDR 3 Jazz

Machito – Vacation At The Concord
Das luxuriöseste Hotel im Staate New York samt exklusivem Entertainment – das war das Concord am Kiamesha Lake. Der Orchesterchef, der dort zum Tanz aufspielte, war der König des Latin Jazz.


22:03 Uhr SWR Kultur Open World

Komponist mit Spießgeige: Bassem Hawar. Mit Babette Michel


22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Feature

„Body Sounds“ Was man hört, wenn man Körper hört
Von Julian Kämper Regie: Philippe Brühl Deutschlandfunk 2022

„Du solltest mehr auf deinen Körper hören!” − lautet ein Rat, der zum gesundheitlichen Wohlbefinden beitragen soll. Was aber bewirkt es in uns, wenn wir buchstäblich darauf achten, welche Geräusche der menschliche Körper macht?


23:03 Uhr Bayern 2, Bremen Zwei und MDR Kultur Nachtmix

Mit Matthias Röckl


23:03 Uhr WDR 3 Open

Der Sound von Black Lives Matter. Mit Diviam Hoffmann
Vor fünf Jahren starb der Schwarze US-Amerikaner George Floyd bei einer Polizeikontrolle in Minneapolis. Sein Tod löste die größten Proteste des neuen Jahrtausends in den USA aus.


23:03 Uhr Ö1 Sound Art: Zeit-Ton

„Neuerscheinungen und andere Entdeckungen“ Aktuelle Aufnahmen zeitgenössischer Musik
Mit u.a. einer Vorschau auf die diesjährige Ausgabe des Heart of Noise Festivals, das vom 19. bis 21. Juni in Innsbruck stattfindet und einem Beitrag von Susanna Niedermayr über den Soundtrack von Nicola Mpunga aka Kimyan Law für den Film „Austroschwarz“, in dem Mwita Mataro – u.a. bekannt als Frontman der Indie Rock Band At Pavillon – über das Schwarz-Sein in Österreich reflektiert. Mit seinem Soundtrack hätte er einen Spiegel schaffen wollen, erzählt Mpunga im Zeit-Ton Interview, „der versucht, die Emotionen, durch die Mwita während der Dreharbeiten gegangen ist, zu verstärken“. Da sei alles dabei gewesen, „von Freude und Angst über Verzweiflung, Zweifel, Selbstsicherheit, Schwachheit, Stärke bis hin zu den Träumen, die Mwita hat“. Eine Musik, die in allen Farben schillert, ist bei dem Versuch der Übersetzung dieses ständigen Ausbalancierens der mitunter auch widersprüchlichen Emotionen entstanden, die die Zuseherinnen und Zuseher unmittelbar in die Gefühlswelt von Mwita Mataro mitnimmt.


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