Radiotipps

Die Radiotipps für den 25.2.2025

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik

„An der Grenze des Fruchtlandes“ Pierre Boulez und Paul Klee. Von Richard Schroetter
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2010

Boulez war eng mit dem zeichnerischen Werk Paul Klees verbunden. In dessen filigraner Bildsprache entdeckte er vieles, was seiner eigenen Kunstauffassung entsprach.


18:00 Uhr ByteFM Forward The Bass mit Karsten Frehe

Walls Of Silence
Steel Alive (Foto) gründete sich im Jahr 2014 in Lyon. Das Duo besteht aus Pouss, der für die Kompositionen und die Produktion verantwortlich zeichnet, zugleich Akkordeon spielt und die Synthesizer bedient, und Lucas, der die Gitarre spielt und die Drumbeats beisteuert. Gemeinsam haben sie mit “Spread The Word” (2014) ihr Debüt hingelegt. Nach weiteren Veröffentlichungen erscheint nun mit “Unter The Big Top” eine EP auf ihrem eigenen Label Bass Cookers. Wie bei vielen französischen Dub-Artists üblich, bedienen sie sich ebenfalls eklektisch an diversen, musikalischen Töpfen. Äußerst markant ist dabei die Verwendung eines Akkordeons, was nicht häufig in der Dub-Welt anzutreffen ist. Neue Musik gibt es auch von: Soul-Rebel Marley, Smoke & Mirrors Sound System, Jamaican Jazz Orchestra, Manwel T, Ras Demo und Reggae Roast. Zudem wird mit den Tracks „All A Dem A Do“ und „Walls Of Silence“, die beide von Noiseshaper produziert wurden, an Michael Madden aka Juggla gedacht, der hier die Vocals beigesteuert hat. Juggla verstarb in der vorletzten Woche im Alter von 55 Jahren.


19:00 Uhr ByteFM Trail Of Songs mit Arne Schumacher

The Ladder
Gute Americana-Acts gibt es auch in Kanada. Horsebath gehört dazu: ein junges, vielseitiges Quartett, das Countryrock alter Schule ebenso verinnerlicht hat wie Texmex, Saloon-Swing und Psychedelia. Nadia Reid, Singer-Songwriterin aus Neuseeland, schlägt auf ihrem jüngsten Album sogar mal gepflegte Poprock-Töne an. Die thematisch zwischen Leben und Tod changierenden Songs des neuen Werks von The Veils, ebenfalls aufgenommen im neuseeländischen Auckland, passen zum düster dräuenden Southern-Americana-Flair von Cammie Beverly alias Cammie Gilbert. Die ist seit Jahren Sängerin der texanischen Prog’n’Doom-Rock-Band Oceans of Slumber und hat jetzt ihr Solo-Debüt mit Gothic-Americana-Touch veröffentlicht. Auf dem jüngsten Live-Album von Songwriter-Original Loudon Wainwright III gibt ausnahmsweise Sohn Rufus ein Gastspiel. Vater Loudon singt darauf auch Stücke anderer, etwa von Burt Bacharach.


19:04 Uhr Bayern 2 Zündfunk

Wie gut ist die Serie „Zero Day“?
Mit Alexandra Martini und Tobias Ruhland


19:15 Uhr Deutschlandfunk Feature

„Ausgesperrt“ Das „andere“ Russland im Exil
Von Anastasia Gorokhova und Erik Albrecht. Regie: Dörte Fiedler Produktion: Deutschlandfunk 2023

Seit Putins Angriffskrieg bleibt den Menschen des „anderen“ Russland als legale Form des Protests einmal mehr nur die Ausreise. Im Exil treibt sie vor allem eine Frage um: Wie konnte es so weit kommen?
Die Geschichte wiederholt sich. Russland zwingt erneut seine liberale Elite zu Millionen aus dem Land. Schon im Bürgerkrieg nach der Oktoberrevolution flohen die Gegner der Bolschewiken in den Westen. Heute sind Berlin, Vilnius und Warschau die Endpunkte eines Braindrains, der Russland um Jahrzehnte zurückzuwerfen droht. Ohne Option auf Rückkehr in die Diktatur, hadern sie mit ihrer Verantwortung, Putins faschistisches Regime nicht gestoppt zu haben.


20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert

„Philharmonie Berlin“
Outi Tarkiainen: „Day Night Day“ (Uraufführung)
Brett Dean: „Fire Music“ (Deutsche Erstaufführung)
ca. 20.50 Konzertpause „Musikerin zu sein, ist ein Privileg“ Die Dirigentin Marin Alsop
Von Olivia Artner
Aaron Copland: „Appalachian Spring“ (Fassung für Orchester)
Heitor Villa-Lobos: Chôros Nr. 10 „Rasga o coração“ für Chor und Orchester
Rundfunkchor Berlin; Berliner Philharmoniker
Leitung: Marin Alsop
Aufzeichnungen vom 20. bis 22.02.2025


20:03 Uhr WDR 3 Konzert

WDR 3 Campuskonzert
Heng Liu: Vermilion Bird
Nikolai Mjaskowski: Cellosonate Nr. 2 a-Moll, op. 81
Maurice Ravel: Tzigane / Miroirs
Robert Schumann: Klaviersonate fis-Moll, op. 11
Jaeden Izik-Dzurko, Klavier; Duo Miruka
Aufnahme aus dem Konzerthaus der Hochschule für Musik Detmold
Die Detmolder Musikhochschule hat zu einem Abend auf höchstem musikalischem Niveau eingeladen. Zunächst stellte das Duo Miruka den sonoren Klang der Marimba in den Mittelpunkt: „Vermillion Bird“ des Schlagzeugers Heng Liu ist ein musikalisches Porträt des mythischen chinesischen Zinnobervogels. In Nikolaj Mjaskowskis Sonate Nr. 2 übernahm das Marimbaphon die Rolle des Solocellos und in Maurice Ravels „Tzigane“ den der Violine, deren feurige Partie die Marimba in ihre ganz eigene Klangsprache übersetzt. Anschließend präsentierte sich der junge, international preisgekrönte Pianist Jaeden Izik-Dzurko in traumwandlerischer Souveränität mit zwei anspruchsvollen Werken der Klavierliteratur: Maurice Ravels „Miroirs“ und Robert Schumanns fis-Moll-Sonate op. 11.


20:10 Uhr Deutschlandfunk Hörspiel

„Die Stadt und die Stimmen“ Von Jürgen Becker
Bearbeitung und Regie: Karl-Heinz Stevens
Mit: Jürgen Becker
Musik: Meike Herzig (Flöte), Christoph Schumacher (Taiko-Trommel), Felix Stevens (Gesang), Dominik Susteck (Orgel), Caroline Thon (Saxofon)
Autorenproduktion im Auftrag von Deutschlandfunk 2019


21:00 Uhr SWR Kultur / HR 2 JetztMusik

ECLAT 2025 – Fabrik Quartett
Federico Ceppetelli, Adam Woodward (Violine)
Jacobo Díaz Robledillo (Viola)
Elena Cappelletti (Violoncello)
Bahar Royaee: Memories of a Stone Skipping the Skin of the Water on the Lake für Streichquartett
Zihan Wu: Die kleinen Knochen für Streichquartett und Live-Elektronik
Kathrin Denner: Aeris für Streichquartett (Uraufführung)
Sebastian Claren: tremblement für Streichquartett (Uraufführung)
(Konzert vom 8. Februar 2025 im Theaterhaus Stuttgart)


21:00 Uhr radio 3 / NDRKultur Neue Musik

„Neue Musik aktuell“ CDs und Veranstaltungen
Mit Andreas Göbel


21:05 Uhr Deutschlandfunk Jazz Live

„Ambition und Spielfreue“ Das Artifacts Trio
Nicole Mitchell, Flöte
Tomeka Reid, Cello
Mike Reed, Schlagzeug
Aufnahme vom 8.10.2024 beim Enjoy Jazz Festival, Alte Feuerwache Mannheim
Am Mikrofon: Sophie Emilie Beha
Das Artifacts Trio zählt zu den führenden Akteuren der Jazz-Avantgarde Chicagos. In ihrer Musik zelebriert die Band die afroamerikanische Kultur und verknüpft dabei genreübergreifende Ideen mit dem reichhaltigen Erbe des Jazz. Als langjährige Mitglieder der einflussreichen „Association for the Advancement of Creative Musicians“ (AACM) setzen Nicole Mitchell, Tomeka Reid und Mike Reed deren Motto „Ancient to the Future“ musikalisch in die Tat um. Das 2015 veröffentlichte Debütalbum „…and Then There’ s This“, aus dem das Trio auch bei seinem Konzert im Rahmen des Enjoy Jazz Festivals gespielt hat, ist eine Hommage an AACM-Legenden wie Henry Threadgill, Roscoe Mitchell, Fred Hopkins, Leroy Jenkins, Amina Claudie Meyers, Steve McCall, Anthony Braxton und Muhal Richard Abrams. Gleichzeitig führt es deren klassische Werke mit einer frischen Perspektive fort.


22:00 Uhr radio3 / NDRKultur Jazz

See More Jazz Rostock 2024: Lehmanns Brothers
Eine Sendung von Thomas Haak (NDR)


22:03 Uhr SWR Kultur / HR 2 Open World

Vaudou Game aus Togo: Zwischen Voodoo-Funk und Afro-Cumbia
Von Anna-Bianca Krause


22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Feature

„Der Jockey“ Von Tim Staffel
Regie: der Autor Deutschlandfunk 2015

Ein Renntag auf der Galopprennbahn in Hoppegarten im Jahre 2015 − Hauptakteure sind die Pferde, die Jockeys. Dahinter stehen die Trainer, Pferdepfleger, Besitzer. Und da ist das Publikum, das wettet oder einfach nur vor den Tribünen picknickt und zuschaut.


23:00 Uhr HR 2 Doppelkopf

Am Tisch mit Elke Hesse, Intendantin Bad Hersfelder Festspiele
Elke Hesse freut sich auf ihre zweite Intendanz der Bad Hersfelder Festspiele. Sie hat massive Proteste einfach weggesungen, sie hat die Wiener Sängerknaben vor dem finanziellen Abgrund bewahrt und will die Bad Hersfelder Festspiele zu neuer Blüte bringen: Elke Hesse sagt: „Ich bin eine freie Frau, ich habe Kraft, Lust und Humor.“


23:03 Uhr Bayern 2, Bremen Zwei und MDR Kultur Nachtmix

„Transatlantik Express“ Mit Neuerscheinungen von Astropical, The Altons, Raul Paz und Songhoy Blues. Mit Jay Rutledge
Von East LA bis nach Bogota geht unsere kleine Reise heute: Retrosoul aus Kalifornien mit The Altons aus East LA und Grenzsounds aus Tuscon mit Xixa. Die südamerikanische Supergroup Astropical hat die aktuellen Amapianosounds aus Südafrika für sich entdeckt. Und auch Afrobeat in der Tradition von Fela Kuti hat in den letzten Jahren viele neue Fans in Südamerika gefunden, z.B. La Boa, das Bogota Afrobeat Orchestra. Immer wieder machen wir deshalb auch einen Abstecher nach Afrika. Aktuelle Amapiano Banger mit Jo Blaq und düstere Ghettoballaden mit Maglera Doe Boy. Aber auch die Achse Kuba-Westafrika taucht kurz auf: Der Sänger Gnonnas Pedro bekommt posthum ein Denkmal gesetzt und Raul Paz, einer der innovativsten Musiker Kubas, kündigt ein neues Album an. Das alles und noch viel mehr in den „Late Nite Sounds“ mit Jay Rutledge.


23:03 Uhr SWR Musikstunde

„Ravel enträtseln (2/5)“ Mit Katharina Eickhoff
Wer „Le Belvédère“, Maurice Ravels Haus in Montfort L‘ Amaury bei Paris betritt, weiß gleich, dass der Titel von Ravels „Das Kind und die Zauberdinge“ nicht bloß eine hübsche Opern-Überschrift ist. Es ist die Beschreibung seines Künstlerdaseins. Ravel selbst war ein – immer schon altes – Kind, und sein Haus in Montfort ist vollgestopft mit Zauberdingen, mit Krimskrams, Kinkerlitzchen und Klingeling, die in seiner genial konstruierten Musik widerhallen. Wer aber glaubt, bei Ravels Musik ungeschoren und ungerührt davonzukommen, täuscht sich: Hinter der Poesie des Künstlichen lauert bei ihm immer der Schrecken des Natürlichen.


23:03 Uhr WDR 3 Open

Wollt ihr den totalen Volkswagen? Automobil-Pop, 2.Teil. Mit Klaus Walter
Postmigrantische BMW 3er-Prolls, tödliche Unfälle im Doppeldecker-Bus, Sex auf dem Rücksitz von Daddy´s Auto, PKW-Pop im Zeichen von Öko-Kollaps und ein Besuch in Wolfsburg.

Manche Dinge tun viel mehr weh als Cars and Girls. Mit dieser Botschaft wendet sich die britische Band Prefab Sprout 1988 an Bruce Springsteen. Der Mann, den sie den Boss nennen, oder der Mann, der sich selbst den Boss nennt, hat so viele Songs mit und über Autos geschrieben wie kein Zweiter, schätzungsweise. Aber im Zeichen der Klimakatastrophe ist es vorbei mit „Gib Gas ich will Spaß“, mit der ungebrochenen Feier der automobilen Freiheit (außer für den einen oder anderen Freien Demokraten). Die ersten Hits über Tempolimit, Car Sharing oder die Optimierung des Elektroautoauftanknetzes müssen erst noch geschrieben werden. Wobei es auch vor dem Öko-Kollaps schon tolle Popsongs gab, die Parolen wie „Frei Fahrt für freie Bürger“ mit einer gewisse Skepsis begegnet sind, „Wolfsburg“ zum Beispiel, Frieder Butzmanns Sittengemälde der VW-Stadt. Oder „Give me the car“ von den Violent Femmes. Da fleht der Sänger Gordon Gano seinen Dad an, er möge ihm doch das Auto geben, er habe da dieses Girl und er möchte ihr näher kommen, ein sarkastischer Kommentar auf die lange Geschichte von Popsongs, in denen Sex auf dem Rücksitz eines Cadillacs, Chevrolets oder Goggomobils zelebriert wird. Er muss ja nicht immer tödlich auf den Lederpolstern enden, wie in „Warm Leatherette“ (The Normal / Grace Jones). Oder in Morrisseys Doppeldeckerbus. Außerdem klären wir wichtige Fragen: Was passiert, wenn eine Frau sich den Beatlessong „Baby you can drive my car“ discoid aneignet? Welches Auto ist gut für die Stimme von Rocksängern? Was sagt die neue Bourgeoisie Of Colour über die postmigrantischen BMW 3er-Prolls? Antworten in Automobil-Pop, 2.Teil. Die erste Folge mit Diviam Hoffmann ist geparkt in der ARD Audiothek.


23:03 Uhr Ö1 Sound Art: Zeit-Ton

Höhepunkte von den Donaueschinger Musiktagen (2) Eine Festivalausgabe zum Verhältnis von Individuum und Gruppe
Heuer gab es neue Werke von u.a. Enno Poppe, Carola Bauckholt, Chaya Czernowin und Sara Glojnaric zu hören – letzte wurde für „Ding, Dong, Darling!“ mit dem Orchesterpreis des SWR Symphonieorchesters ausgezeichnet. Stimmberechtigt ist für diesen Preise nur das Orchester selbst.


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