Die Radiotipps für den 3.3.2025
Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.
01:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Tonart Klassik
Moderation: Haino Rindler
Der 150. Geburtstag des Komponisten Maurice Ravel steht an am 7. März. Genau an diesem tag erscheint das neue Album des Pianisten Bertrand Chamayou mit dem Titel „Ravel fragments“. In der Tonart Klassik können Sie Auszüge daraus hören, darunter eine Version von La Valse zum „selbst Arrangieren“, aber auch Erinnerungen und Reflexionen zeitgenössischer Komponisten wie Salvatore Sciarrino oder Betsy Jolas. Diese Fragmente bilden eine Art Ravel‘sches Portrait ohne eigentliches Originalwerk, und dennoch kann man viel über diesen großartigen Komponisten und Perfektionisten lernen.
19:00 Uhr HR 2 Hörbar
Abel Selaocoe „Hymns of Bantu“ & mehr Musik grenzenlos
„Wenn Du einem Mix diverser Kulturen entstammst, dann wählst Du nicht, wie die Dinge zusammenpassen oder wie sich die DNA zusammensetzt.“ Abel Selaocoe sagt das, Cellist aus Südafrika und längst auf den größten Konzertpodien zuhause.
19:30 Uhr Ö1 On Stage
„Die Jazztradition im Herzen“ Altsaxofonist Bobby Watsons Post Motown Bop bei den INNtönen 2024
Alle paar Jahre macht Bobby Watson dem INNtöne-Festival auf dem Buchmannhof im oberösterreichischen Innviertel seine Aufwartung. Nach fünfjähriger Absenz kehrte der zu diesem Zeitpunkt knapp 71-jährige US-amerikanische Altsaxofonist, bekannt geworden u. a. durch seine Mitgliedschaft in Art Blakey’s Jazz Messengers, am 19. Juli 2024 mit seiner Post-Motown-Bop-Band wieder: Zu hören waren Mal Waldrons Klassiker „Soul Eyes“ und bekannte Eigenkompositionen wie „Wheel Within a Wheel“, in denen Bobby Watson mit seinem Quartett – Pianist Jordan Williams, Kontrabassist Curtis Lundy, Schlagzeuger Victor Jones – die Jazzgeschichte auf inspirierte, gewohnt bluesig-erdige Weise reflektierte.
19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Zeitfragen. Feature
„Schon wieder in der Diaspora?“ Evangelische Christen in Ostdeutschland. Von Merle Hilbk
In der DDR waren kirchengebundene Christen eine kleine, aber exklusive Minderheit – als einzige Opposition, die vom SED-Regime bis zu einem gewissen Grad geduldet wurde. Nach der Wende hofften viele auf eine religiöse Renaissance in Ostdeutschland. Doch die optimistischen Prognosen erfüllten sich nicht: Schon während der Umbruchjahre überstieg die Zahl der Kirchenaustritte die der -eintritte und der Negativtrend dauert bis heute an. So sind die – überwiegend evangelischen – Christen in der ehemaligen DDR eine marginalisierte Gruppe geblieben. Was macht das mit ihrem Selbstverständnis? Und liegt in den eher „feindlichen“ Umweltbedingungen derzeit vielleicht sogar eine Chance, wieder zu einer gesellschaftlichen bedeutsamen Kraft zu werden?
20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur In Concert
„Funkhauskonzert“ Live aus Raum Dresden von Deutschlandfunk Kultur: Albrecht Schrader und Band
Moderation: Carsten Beyer
20:03 Uhr ARD Konzert
Sarah Willis und „The Sarahbanda“ bei Kreuznach Klassik
The Sarahbanda mit Werken von u.a. Richard Egües, Edgar Olivero, Ernesto Lecuona, Marcelino Guerra, César Portillo de la Luz
(Konzert vom 26. Januar 2025 im Haus des Gastes, Bad Kreuznach)
Die Hornistin Sarah Willis tauscht die Berliner Philharmoniker gegen ihr Ensemble „The Sarahbanda“ und spielt mit den talentiertesten Musikerinnen und Musikern Kubas neue Arrangements populärer kubanischer Songs und Tänze.
21:05 Uhr Deutschlandfunk Musik-Panorama
Neue Deutschlandfunk-Produktionen
Peteris Vasks: Konzert für Violine und Streichorchester Nr. 2 „Im Abendlicht“
Camerata Bern; Antje Weithaas, Violine und Leitung
Aufnahme vom April 2024 aus der Diaconis-Kirche in Bern
Am Mikrofon: Thilo Braun
Als Abschiedsmetapher komponiert Peteris Vasks 2020 sein zweites Violinkonzert „Im Abendlicht“. Die „Ausbrüche von Chaos“ im Mittelteil scheinen dabei nicht nur private, sondern auch gesellschaftliche Erschütterungen zu spiegeln, als hätte Vasks die Kriegstreiberei des lettischen Nachbarn Russland bereits vorhergesehen. Für Peteris Vasks gehört zum Blick in den Abgrund aber immer auch der gen Himmel, wo er als religiöser Mensch Hoffnung findet. Die Neueinspielung von Antje Weithaas zeichnet beide Extreme in kräftigen Farben. Im „Musik-Panorama“ sprechen Peteris Vasks und Antje Weithaas darüber, welche Ängste oder Utopien sie ausdrücken und umtreiben.
22:00 Uhr ByteFM Rock The Casbah mit Burghard Rausch
Think Big
In dieser Ausgabe gibt Neues und Aktuelles von Bob Mould, Cory Marks, The Dead Daisies, Bloodywood, Eric Bass, Tetrarch, The Meffs, The Baboon Show, The Pighounds, Manic Street Preachers, Black Label Society, Todd Rundgren, Arthur Brown, Mel Collins, Chris Poland, Ian Paice, Jürgen Engler. Älteres von The Who (wg. des 59. Geb. der Veröffentlichung ihrerer vierten Single “Substitute“ am 04.03.1966). außerdem eindringliche und verschärfte Konzert-/Tourneehinweise/Veranstaltungshinweise für Cory Marks, Bloodywood, The Meffs, The Baboon Show und Pighounds.
22:03 Uhr ARD Jazz
„Spotlight“ Sisters in Jazz setzen neue Standards. Von Mauretta Heinzelmann
Wenn mehr Frauen und Diverse im Jazz eine Bühne bekommen, dann wird die Musik vielfältiger, bunter und reicher werden, meint Schlagzeugerin Eva Klesse. Doch es ist noch viel zu tun. Um sich in alteingesessenen männerdominierten Strukturen durchzukämpfen, bilden Musikerinnen neue Netzwerke: in Bands und im internationalen Forum „Sisters in Jazz“. Musikerinnen wollen am liebsten einfach für ihr Schaffen wahrgenommen werden, ganz normal. Aber „solange eine so große Unausgewogenheit im Geschlechterverhältnis der Szene existiert“, sagt die Bassistin Clara Däubler: „sind Netzwerke enorm hilfreich.“
23:03 Uhr Bayern 2, Bremen Zwei und MDR Kultur Nachtmix
„Blue Monday“ Musik von Everything is Recorded, Molly Drake und Lael Neale. Mit Ann-Kathrin Mittelstraß
„Everything is Recorded“ ist das Kollaborationsprojekt von Richard Russell, Chef des Londoner Labels XL-Recordings. Auf seinem neuen Album „Temporary“ hat er wieder eine ganze Riege an tollen Gästen versammelt, die ihm helfen, seine musikalische Vision umzusetzen. Das Thema diesmal: der Tod. Musiker:innen wie Sampha, Alabaster de Plume und Florence Welch verwandeln das in berührende und spirituelle Songs, die mit gesprochenen Parts und Samples collagiert werden. Auf einem der besten Songs hören wir die englische Poetin und Musikerin Molly Drake – die Mutter von Nick Drake. Deren Musik wurde erst nach ihrem Tod zum ersten Mal veröffentlicht und gilt als der „Missing Link“ zum Werk ihres Sohnes, der sehr von ihr geprägt war. Neben Molly Drake hören wir Musik vom neuen Album von Panda Bear und der Neuseeländer Marlon Williams gibt einen weiteren Vorgeschmack auf sein neues Album, auf dem er zum ersten Mal komplett auf Maori singt – sogar im Duett mit Sängerin Lorde.
23:03 Uhr SWR Kultur Musikstunde
„Bewegung klingt. Musik bewegt.“ (1/5) Mit Jane Höck
Das Leben beginnt, gewiegt und in den Schlaf geschaukelt, mit einem Lied. Und das letzte, was Menschen noch spüren, sind Schaukelbewegungen und Musik. Beides tröstet und lindert Schmerzen. Klang und Bewegung gehören im Leben fest zusammen. Zum Lieblingssong trommeln die Finger den Rhythmus und beginnen die Füße intuitiv zu wippen. Menschen wachsen Flügel zur Musik, sie schunkeln und drehen sich, heben ab, hüpfen, stolpern … Musik bewegt und Menschen machen Musik, indem sie Klangkörper in Schwingung versetzen. Ein Kreislauf oder Loop, der Ohren und Geist, Hände und Füße einbindet.
23:03 Uhr WDR 3 Open
Mit Spieß und Stachel: Neue Tonkunst mit asiatischen Kniegeigen
Sie haben unten einen Stachel oder Spieß, werden auf oder zwischen den Knien oder Oberschenkeln aufgestellt und mit einem Bogen gestrichen. Das Phänomen Kniegeige zieht sich durch die Welt, stellt Babette Michel fest und lenkt den Fokus nach Asien.