Radiotipps

Die Radiotipps für den 30.3.2025

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


0:05 Uhr Ö1 Jazznacht

Grateful Dead & Allman Brothers + „Dead Jazz“
die Belmondo Brothers mit ihrem Grateful Dead-Programm „Dead Jazz“ bei den INNtönen 2024


00:05 Uhr Bayern 2 Radiojazznacht

54. Internationale Jazzwoche Burghausen
Afra, Fabia, Gregory und das BuJazzO – Jazz live: Highlights aus Burghausen 2025

Vom 25. bis zum 30. März findet es wieder statt: das traditionsreichste Jazzfestival Bayerns
Die „Internationale Jazzwoche Burghausen“, die es mittlerweile zum 54. Mal gibt, hat diesmal Highlights des Gesangs, einen Jazzrock-Weltstar und besonders profilierte junge Frauen der internationalen Jazz-Szene im Programm.


13:30 Uhr Deutschlandfunk Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person: Die angehende Rabbinerin Helene Braun im Gespräch mit Anna Seibt.
Jung, jüdisch, queer – die angehende Geistliche klärt auf Instagram über jüdisches Leben in Deutschland auf und setzt sich für eine moderne Auslegung des Judentums ein. Religion soll auch Spaß machen.


14:00 Uhr radio3 Claudio Abbado

„Abbado, Der Schüchterne“ Kann es introvertierte Dirigenten überhaupt geben?
Ein Dirigent hat immer das letzte Wort. Was aber, wenn er fast gar nichts sagt?! Claudio Abbado, der Wortkarge und In-sich-Zurückgezogene, war der vielleicht erste Dirigent überhaupt, der seine Schüchternheit ausstellte – und musikalischen Nutzen daraus zog. Das kann man durchaus als Mirakel ansehen. Denn wer wäre ihm darin gefolgt?!


14:00 Uhr HR 2 Hörspiel-Premiere

„Lélé“ von Sathyan Ramesh
Regie: Leonhard Koppelmann Produktion: Im Auftrag des hr 2025

Ein Mann schreibt einen Dankesbrief. Eine Frau antwortet. So beginnt es. „Lélé“ ist der erfundene Briefwechsel zwischen zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein, und auch nicht leben könnten.


14:04 Uhr SWR Kultur Feature

„Ich bin froh, dass es mich noch gibt.“ Astrid Proll Fragmente eines Bildungsromans
Von David Zane Mairowitz


15:04 Uhr WDR 3 Kulturfeature

Im Astral Bereich – Joseph Beuys und Rudolf Steiner. Von Manuel Gogos
Rudolf Steiner zog an und stieß ab. Noch 100 Jahre nach seinem Tod scheiden sich an dem Begründer der Anthroposophie die Geister. Doch Steiners Impulse wirken bis heute fort.


15:05 Uhr Bayern 2 Hörspiel

„Die Schicksalsmaschine“ von Claudia Kaiser
Audiodesign: Marcus Huber Regie: Alexandra Distler BR 2019


15:05 Uhr Deutschlandfunk Rock et cetera

„Slowhand und Betonkopf“ Dem britischen Bluesmusiker Eric Clapton zum 80. Geburtstag. Von Tim Schauen
Er wurde mit John Mayall & The Bluesbreakers weltbekannt, war Mitglied der Supergroup Cream. „Clapton is God“ stand in den 1960ern als Graffito an einer Londoner Wand. Er hat den Blues und die Blueskönige Albert, B.B. und Freddie King in Europa bekannt gemacht, sein großer Lehrmeister aber war zuerst Delta Blues-Pionier Robert Johnson: Eric Clapton wurde am 30.3.1945 in Ripley in England geboren, er wuchs bei seinen Großeltern auf, die ihm sagten, seine damals 16-jährige Mutter sei seine Schwester. Er war in George Harrisons Frau verliebt, schenkte den Beatles das beste Solo ihres Katalogs. Er war heroin- und alkoholabhängig, ist ein Superstar, 17-facher Grammy-Gewinner und musste den Tod seines kleinen Sohnes verkraften. Mit seinem Album „MTV unplugged“ erfand er sich neu – und seine gelegentlichen starrköpfigen Äußerungen lassen ihn alt aussehen. Dennoch: eine Würdigung zum 80!


17:10 Uhr Ö1 Spielräume Spezial

„Slowhand“ Zum 80. Geburtstag von Eric Clapton
Der britische Sänger, Gitarrist und Songwriter Eric Clapton ist seit Jahrzehnten eine fixe Größe in der Popkultur, sein entspannter Gitarrenstil beeinflusste Generationen von Musikern. Clapton prägte die Entwicklung des Bluesrocks seit den 1960er Jahren wesentlich mit, er ist vielfacher Grammy-Gewinner, war Mitgründer der Band Cream, der ersten Supergroup des Rocks, Mitglied der Yardbirds und ist bis heute musikalisch aktiv.


18:00 Uhr HR 2 Feature

Gisèle Freund – Eine Fotografin im Land der Gesichter. Von Daniel Guthmann
Sie kam als Deutsche auf die Welt und ging von ihr als Französin. Als die 1908 in Berlin geborene Gisèle Freund im Jahr 2000 in ihrer Wahlheimat Paris verstarb, war es der Abschied von einer bedeutenden Fotografin und Soziologin, die durch ihr selbstbewusstes und bewegtes Leben zu den großen Frauen ihres Jahrhunderts zählt.


18:20 Uhr SWR Kultur Hörspiel

„Grüne Grenze“ Von Agnieszka Lessmann
Regie: Alexander Schuhmacher (Produktion: SWR/DLF 2013)

Es sollte eine Heldinnengeschichte werden, eine Geschichte für die 16-jährige Zoey, die mit einer Sonde im Magen auf der Intensivstation der Psychiatrischen Klinik liegt. „Erzählen Sie ihr etwas! Am besten etwas Positives über weibliche Identität. Sie sind doch Journalistin“, hat der Psychiater die verzweifelte Mutter aufgefordert. Erzählen gegen die Magersucht? Alles ist besser als zuzuschauen, wie ihre Tochter stirbt.


18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Hörspiel

„Moor-Schwestern“ Von Cristin König
Regie: die Autorin Komposition: Friederike Bernhardt
Ton und Technik: Andreas Stoffels, Susanne Beyer. Deutschlandfunk Kultur 2019

Drei Schwestern auf dem Weg zur Mutter, die angeblich verwahrlost und hilfsbedürftig ist und jeglichen Kontakt ablehnt. Ein Rettungsversuch – aber für wen eigentlich?
Anschließend: Gespräch mit der Autorin Cristin König
Moderation: Lene Albrecht Deutschlandfunk Kultur 2019
Drei Schwestern reisen zu ihrer Mutter, die in einem Haus in Italien lebt, verwahrlost und verbittert. Sie verweigert den Kontakt zur Außenwelt, vor allem zu ihren Töchtern. Die drei sehr unterschiedlichen Frauen fahren trotzdem, um der Mutter beizustehen. Auf ihrer Fahrt geraten sie von der Strecke ab, bleiben in einem Sumpfgebiet stecken und erfahren dort ihre eigene Hilflosigkeit (und Wut darüber). Gleichzeitig gestehen sie sich die Kränkung ein, die von der jahrelangen Ablehnung durch die Mutter ausgeht. Sie suchen nach einer Antwort auf dieses Verhalten. In einem absurd-komödiantischen Showdown akzeptieren die Schwestern, dass die Mutter sich nicht ihren Vorstellungen fügt, nie gefügt hat und dass sie keine Antwort finden werden.


19:00 Uhr HR 2 hr-Bigband

Konzerte und Produktionen u.a. mit:
MA Bigband | hr-Bigband & Studierende des MA Bigband cond. by Hendrika Entzian, Hessischer Rundfunk, Hörfunkstudio II, Frankfurt, November 2024


19:45 Uhr Ö1 Oper

Opernuraufführung der Bregenzer Festspiele
„Unmögliche Verbindung“ von Ondrej Adámek stellt Kommunikationsformen in den Mittelpunkt

Frauen, die nicht mit ihren inhaftierten Männern kommunizieren können, Selbstgespräche und globaler Austausch: Bei „Unmögliche Verbindung“ steht die Kommunikation in all ihren Formen im Mittelpunkt. Der tschechische Komponist und Dirigent Ondrej Adámek und der deutsche Regisseur Thomas Fiedler haben im Sommer 2024 für Bregenz ein modernes Musiktheaterwerk erschaffen, das musikalisch zwischen Klassik, Jazz und Neuer Musik changiert. Interpretiert wurde „Unmögliche Verbindung“ bei den Bregenzer Festspielen vom Ensemble Modern, dem Bregenzer Festspielchor, der Sopranistin Tara Khozein und der Sprecherin und Schauspielerin Hanni Lorenz.
(Aufgenommen am Samstag, 27. Juli 2024)


20:00 Uhr radio3 Konzert

Vladimir Jurowski dirigiert Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Werke von Friedrich Goldmann, Kurt Weill und Igor Strawinsky in einer Konzertaufnahme vom 10.12.2022


20:00 Uhr HR 2 Konzertsaal

Das „Ensemble Modern“ in der Alten Oper Frankfurt
Ensemble Modern; Leitung: Franck Ollu

Olga Neuwirth: …miramondo multiplo… für Trompete und Ensemble (2006)
Margareta Ferek-Petrić: Allmachtsfantasie für Ensemble (2024, Deutsche Erstaufführung)
Sasha Blondeau: Prothesis für großes Ensemble (2024, Deutsche Erstaufführung)
Aquiles Lázaro: Brutal (2024, Deutsche Erstaufführung)
Olga Neuwirth: Eleanor für Bluessängerin, Drum-Kit, E-Gitarre und Ensemble (2014/15)
(Aufnahme vom 9. Februar 2025 aus dem Mozart-Saal)


20:03 Uhr SWR Kultur Abendkonzert

Bruchsaler Schlosskonzert
Ioana Petcu-Colan (Violine, Viola); Michael Collins (Klarinette)
Michael McHale (Klavier)
Igor Strawinsky: Histoire du Soldat, Trio
Aram Chatschaturjan: Trio für Violine, Klarinette und Klavier
Francis Poulenc: Sonate für Klarinette und Klavier
Max Bruch: 4 Stücke op. 83 Nr. 5-8 für Viola, Klarinette und Klavier
Wolfgang Amadeus Mozart: Kegelstatttrio KV 498 für Viola, Klarinette und Klavier
(Konzert vom 14. März 2025 im Kammermusiksaal, Schloss Bruchsal)


20:03 Uhr WDR 3 Konzert

Ensemble Constantinople: Wandernde Gärten
Ensemble Constantinople und Ablaye Cissoko verweben Klänge zweier Königreiche auf einer poetischen Reise von Mali zum persischen Hof. Die syrische Qanun-Spielerin Maya Youssef reflektiert darüber, fern von Zuhause eine neue geistige Heimat zu finden.
Aufnahmen vom 12. Februar 2025 aus der Rudolf-Oetker-Halle, Bielefeld und vom 6. Juli 2024 aus der Stadtkirche, Rudolstadt.


20:05 Uhr Deutschlandfunk Feature

Wirklichkeit im Radio: „So long good-bye“ Von Harun Farocki
Regie: Harun Farocki WDR 1978

Berlin 1978: in den Hansa-Tonstudios wird eine Disco-Single produziert. Dokumentarfilmer Harun Farocki, damals für kurze Zeit im Radio tätig, ist von Anfang bis Ende dabei und seziert den Aufnahmeprozess mit kapitalismuskritischem Besteck.
Anschließend: Gespräch zu „So long good-bye“
Ingo Kottkamp im Gespräch mit Harun Farocki DKultur 2010

In den Hansa-Studios in Berlin wird im April 1977 in 18 Stunden eine Disco-Single von drei Minuten Länge produziert. Harun Farocki hat die Produktion von Anfang bis Ende aufgezeichnet: Die Studiomusiker spielen die Noten prima vista, die aus New York eingekaufte Sängerin hat leider nicht die Stimme, Rhythmusgruppe und Chor sind unterbesetzt. Aber all das kann eine mit einer 24-Spur-Maschine gerüstete Produzententruppe nicht schockieren. Beinahe als Livereportage und zugleich mit kapitalismuskritischem Besteck seziert Farocki eine Produktion der Musikindustrie.
Im Anschluss senden wir ein Gespräch aus dem Jahr 2010, bei dem Harun Farocki auf „So long good-bye“, eine seiner wenigen Radioarbeiten, zurückblickt.


21:05 Uhr Deutschlandfunk Konzertdokument der Woche

Ludwigsburger Schlossfestspiele: „Voces 8 meets Chanticleer“
Chorwerke und A-cappella-Bearbeitungen von John Tavener, Guillaume de Machaut, Max Reger, Ann Ronnell, Freddy Mercury, Giovanni Croce, Paul Smith, Hugo Alvén u.a.

Aufnahme vom 13.7.2024 aus der Friedenskirche Ludwigsburg
Am Mikrofon: Haino Rindler
Die Wiege der A cappella-Kunst steht im 15. Jahrhundert: Nach Art einer Kapelle traten (damals noch ausschließlich männliche) Sänger zu einem kleinen Ensemble menschlicher Stimmen zusammen. Instrumente zur Begleitung wurden nicht benötigt. Auch wenn diese Gesangskunst nie ganz verschwand, wurde sie in der Zeit von Barock und Klassik doch von der Entwicklung des Orchesters überflügelt – nur in Klöstern blieb die alte Praxis lebendig. Mittlerweile hat der A cappella-Gesang längst den Weg aus den Klöstern und Kirchen auf die Konzertbühnen genommen. Meister dieses Gesangsstils sind das achtköpfige gemischte Ensemble Voces 8 aus Großbritannien und Chanticleer aus den USA. Noch nie zuvor standen beide berühmten Ensembles zusammen auf der Bühne: polyphone Musik aus der Renaissance, zeitgenössische Kompositionen, Lieder der Romantik und Songs und Traditionals im Barbershop-Stil. Ein A-cappella-Gipfeltreffen!


22:03 Uhr Bayern 2 Eins zu Eins. Der Talk

Gast: Jens Ritter, Gitarrenbaukünstler
Ob Prince, Sting oder Lady Gaga: Jens Ritter baut in Deidesheim E-Gitarren für Künstler und Sammler auf der ganzen Welt. Seine Instrumente gelten als Kunstgegenstände und sind unter anderem im Smithsonian Museum in Washington und im Metropolitan Museum of Modern Art in New York ausgestellt. 2022 war er zu Gast bei „Eins zu Eins. Der Talk“.


22:03 Uhr SWR Kultur NOWJazz

„Gewundene Pfade – Der Pianist und Komponist Felix Hauptmann“. Von Ssirus W. Pakzad
Der aus dem Saarland stammende Kölner Pianist und Komponist Felix Hauptmann wandelt gern auf gewundenen Pfaden und versucht Musik so anzulegen, dass er selbst nicht weiß, was ihn hinter der nächsten Straßenbiegung erwarten könnte. Der 31-Jährige bewegt sich in eigenen Formationen wie „Percussion“ von dicht angelegten Kompositionen zu ereignisreichen Improvisationen. Stilistisch ist sein Spektrum zwischen avantgardistischem Jazz, klassischen Einflüssen und Neuer Musik.


23:03 Uhr SWR Kultur Essay

Autoren-Musik – Der Autor: Bazon Brock
In der Reihe „Autoren Musik“ tritt im Jahr 1972 Bazon Brock auf. Der Kunsttheoretiker Brock ist damals 36 und Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Seine Sendung steht ganz in der Tradition des Fluxus, die Sendung ist ein Happening. Brock spielt Musik und Tondokumente vor und er spricht, wie immer, über die großen Themen: Tod, Kunst, Krieg, Denkmalspflege, Natur und das Imitieren von Hundestimmen. Aber es geht auch darum, ob der Künstler mit seiner Kunst überhaupt etwas ändern kann in der Welt.
SWR 1972


23:03 Uhr WDR 3 Studio Neue Musik

Buch der Möglichkeiten – Livre von Pierre Boulez 2/2. Mit Karl Ludwig
In seinem Streichquartett Livre pour quatuor lotet der junge Pierre Boulez radikal die Möglichkeiten der seriellen Kompositionstechnik aus. Karl Ludwig untersucht die Schichten dieses „mille feuille der Möglichkeiten“, neu eingespielt vom Quatuor Diotima.


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