Radiotipps

Die Radiotipps für den 8.5.2025

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik

„Vor 70 Jahren“ Das NHK-Studio wird gegründet (1/3) Mit Stefan Fricke
Produktionen aus dem Studio für elektronische Musik des japanischen Rundfunks Nippon Hoso Kyokai (NHK), Tokyo
Toshiro Mayuzumi (1929-1997): „Music for Sine Wave by Proportion of Prime Number“ (1955)
„Invention for Square Wave and Saw-tooth Wave“ (1955)
Minao Shibata (1916-1996): „Music concrète for Stereophonic Broadcast“ (1955)
Toru Takemitsu (1930-1996): „Sky, Horse and Death“ (1958)
Makoto Moroi (1930-2013): „Stars of Pythagoras“ (1959)
Shin‘ichi Matsushita (1922-1990): aus: „Black Monastery“ (1959)


18:00 Uhr radio 3 Das Berlin Hörspiel

Und dann saß ich da mit meinen sieben Unterhosen in der Hand. Was übrig blieb vom Krieg
Drei Frauen. Drei Generationen. Ein Trauma, das sich durch die Biografien von Mutter, Tochter und Enkelin zieht. Hörspiel über transgenerationale Traumata.
Zum 80. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus und vom Krieg.
Von Sabine Ludwig Musik Valentin Butt
Regie Anouschka Trocker Produktion rbb 2025


19:00 Uhr radio 3 Sondersendung

„Jazz der Stunde Null“ Nach dem Ende des Krieges wurde vor allem in amerikanisch besetzten Gebieten in Armee-Clubs Jazz gespielt: Die Musik der Freiheit, die vom Marschtritt erlöste.


19:00 Uhr HR 2 Hörbar

Bon Iver – zurück im Licht & mehr Musik grenzenlos
Sechs Jahre war es ziemlich still um Justin Vernon alias Bon Iver. Der Songwriter aus Wisconsin hatte sich mit einer Schreibblockade und voller Selbstzweifel zurückgezogen. Mit seinem neuen Album „Sable, Fable“ stößt er die Fensterläden wieder weit auf.


19:30 Uhr Ö1 Konzert

Martha Argerich in Wien
Wiener Symphoniker, Dirigent: Lahav Shani; Martha Argerich, Klavier.
Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 19
Arnold Schönberg: Pelleas und Melisande, Symphonische Dichtung op. 5
(aufgenommen am 26. April im Großen Konzerthaussaal in Wien in 5.1 Surround Sound)


19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Zeitfragen. Feature

Der 8. Mai 1945 in Archiv-Tönen „… nun wusste ich, dass ich diesen Krieg überlebt hatte“. Von Martin Hartwig und Lydia Heller
Am 8. Mai 1945 endet der Zweite Weltkrieg mit der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands in Berlin-Karlshorst. Bis die Kapitulationsurkunde unterschrieben ist, spät in der Nacht auf den 9. Mai, erleben Menschen überall auf der Welt ihr persönliches Kriegsende. Die Vertreter des Oberkommandos Wehrmacht, die nach Berlin reisen, um ihre Niederlage zu unterzeichnen. Die Vertreter der Alliierten und die zahlreichen Reporter aus aller Welt, die ebenfalls kommen, um das Ereignis zu bezeugen.


20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert

„Philharmonie Luxembourg“
Claude Lenners: „out of the blue“ für Orchester (Uraufführung)
Ottorino Respighi: „Feste Romane“, Sinfonisches Poem für Orchester
Francis Poulenc: Konzert für Orgel, Streichorchester und Pauken g-Moll
Ottorino Respighi: „Pini di Roma“, Sinfonisches Poem für Orchester
Iveta Apkalna, Orgel; Luxembourg Philharmonic
Leitung: Gustavo Gimeno
Aufzeichnung vom 25.10.2024


20:00 Uhr NDRKultur Das Konzert

Konzert 80. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus
Tzvi Avni: – Prayer – (Gebet) für Streichorchester
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 6 a-Moll „Tragische“
Mitglieder des Israel Philharmonic Orchestra und der Münchner Philharmoniker
Ltg.: Lahav Shani
Live aus der Isarphilharmonie in München


20:03 Uhr SWR Kultur / HR 2 Lost in Music

„Zwielicht“ Von Michael Rebhahn
Das Zwielicht der Dämmerung. Die Zeit des Wechsels zwischen Tag und Nacht hat insbesondere auf die Romantiker eine besondere Faszination ausgeübt. Im Geist der Epoche versinnbildlicht sie den Gegenentwurf zum lichten Rationalismus der Aufklärung. Mit dem Zwielicht beginnt die Zeit der Träume, des Irrationalen und Unerklärlichen. Es lässt Konturen verschwimmen und der Blick richtet sich zunehmend nach innen, aufs Tiefe und Geheimnisvolle. In „Lost in Music“ sind wir dem Zwischenreich mit Musik und Worten auf der Spur.


21:00 Uhr SWR Kultur / HR 2 JetztMusik

„Mit allen Sinnen hören – Die Komponistin Clara Iannotta“ Von Nina Polaschegg
Erinnerungen seien für sie oft mit Klang verbunden, schreibt die italienische und in Berlin lebende Komponistin und Kuratorin Clara Iannotta. Und noch etwas hat sich ihr seit der Kindheit eingebrannt: das Erfinden von Material und Form. Damals war es das Spielzeug, das sie auf Aufforderung des Vaters entwickelt und gebastelt hat, jetzt sind es Klänge, Farben, Strukturen. Immer wieder geht sie klanglich in die Tiefe, lotet Nuancen aus. Man muss exakt hinhören, auch zuschauen und alle Sinne zu Hilfe nehmen, um sie zu entdecken.


21:05 Uhr Deutschlandfunk JazzFacts

Deutschlandreise (12): Saarland. Von Anke Schaefer
Ob in Saarbrücken, in Saarwellingen oder Neunkirchen – das Saarland ist ein Jazzland. Verschiedene Festivals bieten eine große Stilvielfalt. Die Saarbrücker Hochschule für Musik hat eine renommierte Jazz-Abteilung, die verschiedene Sparten bedient. Jazz passt gut ins Saarland, gerade in dieser Zeit des Strukturwandels. Wenn die alten Industrien (Auto und Stahl) neue Wege gehen müssen, dann kann der (Free-)Jazz dazu vitale Impulse geben. Weil er Mut macht zur Improvisation. Das gilt für die eingängigen Spielarten genauso wie für die eher kratzigen, sperrigen Klänge des experimentellen Jazz. Letzterer kämpft im Saarland derzeit allerdings ums öffentliche Geld. Während der Mainstream von Stadt und Land eher gefördert wird, ist z.B. dem „Free-Jazz-Festival“ in Saarbrücken das Geld von der Stadt Saarbrücken vorerst komplett gestrichen worden.


22:00 Uhr radio3 Jazz

„Die Musik der Befreier“ US-amerikanische Jazzaufnahmen von 1945. Mit Hans-Jürgen Schaal
Vor 80 Jahren wurde Deutschland vom Nationalsozialismus befreit – und mit den Befreiern kam auch deren Musik (wieder) nach Deutschland. Vor allem natürlich der amerikanische Jazz: Bigband-Swing und Smallband-Swing, der junge Bebop und die Jamsessions von „Jazz at the Philharmonic“. Eine wichtige Rolle spielten dabei die sogenannten „V-Discs“, Produktionen speziell für den amerikanischen Armee-Rundfunk. Mehr als 3000 Aufnahmesessions wurden von 1943 bis 1948 für V-Disc organisiert – die Schallplatten durften nicht in den freien Verkauf gehen.


22:00 Uhr SWR Kultur / HR 2 Blues’n’Roots

Blue Notes in vielen Farben
80 Jahre Kriegsende – Post War Blues / Eric Clapton feierte am 30.03. seinen 80. Geburtstag / Das neue Album von Jimmy Vivino
.


22:00 Uhr ByteFM Flashback mit Ingo Scheel

Mai 1987 / Fields Of The Nephilim
Am 4. Mai 1987 veröffentlichten Fields Of The Nephilim ihr Album „Dawnrazor“, das Debüt der britischen Band um Sänger Carl McCoy gilt heute als Klassiker des atmosphärischen Gothic Rock. Wir spielen einige der besten Tracks der Platte, dazu Klassiker der Pioniere dieser düster gefärbten Postpunk-Spielart, u.a. von Bauhaus, Siouxsie And The Banshees, Xmal Deutschland und The Cure.


22:03 Uhr WDR 3 Jazz

„Deutsche Jazzmusiker in New York“
Jutta Hipp oder Rolf Kühn gehörten zu den wenigen deutschen Jazzmusiker:innen, die sich schon in den 1950er Jahren in New York City etablieren konnten. Heute gibt es eine ganze Reihe, die in der Hauptstadt des Jazz leben und arbeiten.


22:05 Uhr Deutschlandfunk Historische Aufnahmen

„Kurt Masur dirigiert Schostakowitsch“ Der erste Zyklus der Sinfonien. Am Mikrofon: Alexander Gurdon
Die fünfzehn Sinfonien Dmitri Schostakowitschs sind ein Zeitdokument des 20. Jahrhunderts – von der jungen Sowjetunion über die dunklen Jahre stalinistischer Verfolgung und des Zweiten Weltkriegs bis in den Kalten Krieg hinein. Die Aufführungen standen stets im Schatten besonderer politischer Umstände, an eine zyklische Interpretation aller Sinfonien war gar nicht zu denken. Umso erstaunlicher ist es, dass kurz nach Schostakowitschs Tod der Dirigent Kurt Masur mit seinem Leipziger Gewandhausorchester in den Spielzeiten 1976 bis 1978 daran ging, alle Sinfonien ins Programm zu nehmen. Der Rundfunk der DDR nahm diese Konzerte auf, wovon jedoch nur wenige gesendet wurden. In den „Historischen Aufnahmen“ werden nun zum ersten Mal Ausschnitte aus diesem besonderen und allerersten Sinfonien-Zyklus präsentiert.


22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Freispiel

„Illegale Helfer“ Von Maxi Obexer
Bearbeitung: Lars Studer Regie: Martin Zylka
Ton und Technik: Gertrudt Melcher, Jens Peter Hamacher, Jonas Bergler. WDR 2015
„Ich freue mich über jeden Flüchtling, der durch mich Asyl erhalten hat.“ Menschen aus der Mitte der Gesellschaft engagieren sich für Migrant:innen ohne legalen Status − und geraten dabei selbst an den Rand der Legalität. Ein Doku-Hörspiel von 2015.


23:00 Uhr ByteFM Kramladen mit Volker Rebell

Caro Trischler „When You Know You Know“
Als ausgezeichnete Sängerin mit wunderbar warmer Stimme, feinem Timbre und stilistischer Vielseitigkeit kennt man sie schon eine Weile, doch nun ist sie auch als Songschreiberin besonderer Güte zu entdecken. „When You Know You Know“ heißt ihr zweites Album, aber ihr erstes mit eigenen Songs, die sie gemeinsam mit ihrem Partner, dem Tasten-Artisten Ulf Kleiner ausgearbeitet, arrangiert, eingespielt und produziert hat. Die überwiegend autobiografischen Texte stammen vornehmlich von Caro Trischler, handeln von Selbstfindung, dem Ärger über die Arroganz der Besserwisser, dem Tod der Mutter, von Eskapismus und Realitätsflucht, wenn die Wirklichkeit nur schwer zu ertragen ist, und von der Macht des Lächelns.
Caro Trischler singt vornehmlich englisch, aber huldigt auch ihrer Liebe zur brasilianischen Musik in zwei Eigenkompositionen mit portugiesischem Text.


23:00 Uhr HR 2 Doppelkopf

Am Tisch mit Jochen Hellbeck, Osteuropahistoriker
Jochen Hellbeck ist Professor für Geschichte an der Rutgers University in New Jersey. Der Osteuropahistoriker hat in seinem Buch „Die Stalingrad-Protokolle“ die Schlacht von Stalingrad aus der Perspektive von Rotarmisten erzählt, indem er Hunderte von Interviews auswertete.


23:03 Uhr Bayern 2, Bremen Zwei und MDR Kultur Nachtmix

„Die Musik von morgen“ Mit Arcade Fire, Kali Uchis, Mark Pritchard & Thom Yorke. Mit Katja Engelhardt
Was ist neu und aufregend in der Welt der Pop-Musik? Welche älteren Künstlerinnen und Künstler empfehlen wir, weil ihre Musik zeitlos ist, Geschichte geschrieben hat oder gerade noch mal neu aufgelegt wurde? Der Nachtmix: Die Stunde für anspruchsvolle Musik mit handgepickten Playlisten der Bayern 2 Nachtmix-DJs.
Gut Ding will Weile haben – Radioheads Sänger Thom Yorke und der Electro-Pionier Mark Pritchard sollen schon während der Covid 19-Pandemie Songideen hin und her gemailt haben, nun sind sie zu „Tall Tales“ gereift. Ein Album, das oft wie eine Fantasie-Welt klingt. Kali Uchis‘ fünftes Studioalbum ist klassisch Kali Uchis, üppiger und weicher R’n’B und Soul. Auf „Sincerely,“ feiert sie die liebevolle Introspektion und gibts sich meisterhaft Gefühlswogen hin. Und die Produzentin PinkPantheress liefert ein durch und durch britisches Mixtape ab. Keine halbe Stunde lang und vollgesteckt mit Referenzen und Samples aus UK-Clubsounds von den 90ern bis in die 00er Jahre. Die muss sie als Teil der Gen Z mit viel Eifer nachgeholt haben.
Außerdem mit dabei: Arcade Fire – mit ihrem ersten Album nach dem Fan-Skandal von Sänger Win Butler, Die Liga Der Gewöhnlichen Gentleman, Puma Blue, MIA.s Mieze Katze, Preoccupations, Hot Chips Joe Goddard und das Münchner Damen-Duo Umme Block.


23:03 Uhr WDR 3 Open

Krautrockmuseum [31] Zeitzeugen – Christoph Dallach. Mit Frank Hilberg und Florian Zwißler
Er ist der Zeitzeuge der Zeitzeugen: Christoph Dallach. Warum? Er hat sie alle befragt, die Akteure des Krautrocks.
„Future Sounds – Wie ein paar Krautrocker die Popwelt revolutionierten“ (Suhrkamp, 2021), das ist der Titel des Buches von Christoph Dallach. Er hatte die Pioniere befragt, darunter Irmin Schmidt, Jaki Liebezeit, Holger Czukay (alle Can), Michael Rother (Neu!), Dieter Moebius (Cluster), Klaus Schulze (Tangerine Dream), Achim Reichel (AR Machines), Lüül (Agitation Free), Karl Bartos (Kraftwerk), Brian Eno und viele andere mehr, hat es verstanden, Hunderte von Stunden an Interviews fein zu filetieren und – dieses Lob muss ihm gespendet werden – zu einer ebenso gehaltvollen wie spannend lesbaren Erzählung über diese Zeit zu gestalten.


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