Doku über Frauenpunkbands „Wenn man nicht mehr hübsch und nett ist“
Von Ulrich Gutmair (TAZ). Sie sind Frauen und ihre Punkbands hießen Kleenex, Malaria und Östro 430. Der Dokumentarfilm „Einfach machen!“ lässt sie ihre Geschichte erzählen.
Was haben Sara Schär, Martina Weith, Klaudia Schifferle, Bettina Köster, Bettina Flörchinger und Gudrun Gut gemein? Sie gehören zur ersten Generation von Punk in der Schweiz, der Bundesrepublik und Westberlin, sie sind Frauen und sie machen noch heute Musik. Im Dokumentarfilm „Einfach machen! She-Punks von 1977 bis heute“, der jetzt im Kino zu sehen ist, erzählen sie davon, was Punk für sie bedeutet hat – „die Welt fing neu an für mich, das war Punk“, wie eine der Protagonistinnen wohl stellvertretend für alle sagt – und wie sie heute noch im Geist von Punk leben und kreativ sind.
Der Film war ursprünglich ein Projekt von Christine Franz, die sich durch ihre Langzeitbeobachtung der britischen Sleaford Mods einen Namen gemacht hat. Franz fing an, das Duo aus Nottingham bei ihren Auftritten zu begleiten, als die noch vor zehn Leuten in irgendeinem Pub spielten.
© TAZ, Kultur, Film, 19.5.2025