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Ein Abend für Mascha Kaléko „Wenn ich eine Wolke wäre“

Mit Dota Kehr, Nina Kunzendorf und Volker Weidermann – live aus dem Großen Sendesaal des rbb. Mascha Kaléko ist eine leuchtende Ausnahmeerscheinung in der deutschen Literatur.

Niemand verkörpert das Berlin der Weimarer Republik zwischen Schreibmaschinengrau, hellen Kinoreklamen und nicht enden wollenden Nächten im Romanischen Café so sehr wie die melancholische Großstadtdichterin mit ihrem sprühenden Witz. Auch nach ihrer Flucht vor den Nationalsozialisten 1938 besang sie diese verlorene Heimat in Versen vom Emigrantenleben in New York, Jerusalem und anderswo.

Bis heute ist sie die meistgelesene deutsche Lyrikerin, ihr Werk inspiriert: zum Beispiel die Berliner Liedermacherin und Musikproduzentin Dota Kehr, die Kalékos Gedichte nicht nur vertonte, sondern auch viele Kolleg:innen in der Musikszene für Kalékos Texte begeisterte, die mit ihr die neu entstandenen Lieder vorstellten.

Volker Weidermann fokussiert sich in seinem neuen Buch „Wenn ich eine Wolke wäre“ auf einen besonderen Moment in Kalékos Leben: das Jahr 1956, in dem sie aus dem Exil zurückkehrte. Sie fuhr nach Berlin, in die Stadt, in der sie glücklich gewesen war, und durch das ganze Land, ein Jahr lang. Fast täglich schickte sie Briefe an ihren Mann nach New York, und erzählte; von märchenhaften Erfolgen und von einem alten, neuen Land.

Aus den Texten von Mascha Kaléko liest die renommierte Schauspielerin Nina Kunzendorf.

© radio 3, Literatur, 9.11.2025

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