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„Ein Amerikaner in Tanger. Das Leben des Paul Bowles“

Als „Kultautor der Beat Generation“, wie er manchmal bezeichnete wurde, verstand sich Paul Bowles nie. Auch wenn er beim Schreiben seinen Gedanken freien Lauf ließ, wie das auch die Beatniks gerne machten. Allerdings war Bowles für die Dichter der „geschlagenen Generation“ von großer Bedeutung, allein schon wegen seines Wohnortes.

Feature von Hannes Doblhofer

Alle wichtigen Autoren der Beat Generation – Kerouac, Ginsberg, Burroughs – besuchten Bowles in Tanger, wo der in New York geborene Autor seit 1947 lebte. Tanger, das verhieß Sex, Drogen, Exotik und Sonnenschein, und zu dem Mythos der magischen Stadt hatte auch Bowles wesentlich beigetragen.

In Tanger, das zu einem Mekka für amerikanische Schriftsteller geworden war, hatte Bowles vier große Romane, eine Autobiografie und über 60 Erzählungen verfasst. Als Schriftsteller wurde er vergessen und wiederentdeckt, zuletzt wenige Jahre vor seinem Tod, als der Regisseur Bernardo Bertolucci seinen erfolgreichsten Roman, „Der Himmel über der Wüste“, verfilmte. Bowles starb 1998 in Tanger.

© Ö1, Feature, 14.8.2018

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