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Eine Gesellschaft für angenehme Musik „La Sérénade“

Von Richard Schroetter (DLK). Wir brauchen „eine Musik für alle Tage“ forderte 1918 der Dichter, Maler und Filmer Jean Cocteau. Bezeichnend für das französische Musikleben der 1920er- und 1930er-Jahre ist die Präsenz engagierter Frauen, Mäzeninnen und Musikerinnen.

1931 gründet die Geigerin Yvonne Giraud (1895 – 1984), seit 1921 mit dem Marquis de Casa Fuerte verheiratet, mit befreundeten Komponisten die „Société de Musique de Chambre“ und die Konzertreihe „La Sérénade“, die sich, nicht ganz so ausschließlich wie die fast gleichzeitig ins Leben gerufene „Triton-Bewegung“, der Musik der Gegenwart widmete. Zu den Mitgliedern von „La Sérénade“ gehörten keinesfalls nur Franzosen (wie Desormaire, Milhaud, Poulenc, Sauguet), sondern auch zwei italienische und zwei junge russische Komponisten, die sich später einen Namen machten: Vittorio Rieti, Leone Massimo, Igor Markévitch und Nicolas Nabokov.

© Deutschlandradio Kultur; Neue Musik, 10.3.2026

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