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Unbekanntes Kapitel ostdeutscher Kultur oder Die DDR ist nur zu verstehen, wenn man auf die Ausgegrenzten schaut …

Von Ilko-Sascha Kowalczuk (TAZ). Ein bisher unbekanntes Kapitel ostdeutscher Kulturgeschichte: Christoph Links untersucht, welche Verlage in der DDR wann und warum verschwunden sind.

Das ist schon deshalb ein ganz besonderes Buch, weil der Autor eine Ausnahmefigur in der deutschen Zeitgeschichte ist: Christoph Links, Jahrgang 1954, stellte am 1. Dezember 1989 in Ost-Berlin einen der ersten Anträge für eine Verlagslizenz in der DDR. Er gründete einen Privatverlag, erst Links Druck, dann Ch. Links Verlag, in dem einige der maßgeblichen Standardwerke zur Geschichte der DDR herauskamen. Für Links, dessen Vater bereits Verleger und Lektor war, bedeutete die 89er-Freiheitsrevolution Befreiung aus der kommunistischen Knechtschaft.

© TAZ, Kultur, Buch, 18.4.2026

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