Eine Lange Nacht über Käthe Kollwitz „Wenn sie lachte, bebte der ganze Körper“
Ihr Name steht für Leid, Krieg und Verzweiflung: Die Künstlerin Käthe Kollwitz beschrieb die Nöte der Menschen in dunklen Strichen auf Papier. Aber die vor 150 Jahren geborene Künstlerin hatte auch eine sehr heitere Seite.
Von Berit Hempel
Die Künstlerin Käthe Kollwitz zeichnete das, was die Menschen zur Zeit des Ersten und Zweiten Weltkrieges bewegte. Sie schuf großformatige Skulpturen von Eltern, die um ihren gefallenen Sohn trauern, gestaltete politische Plakate. Auch von der Grafikerin selbst sind eher traurig wirkende Selbstporträts bekannt.
Noch heute dient die Figur der Käthe Kollwitz als Projektionsfläche für Ismen aller Art, Pazifismus, Kommunismus, Feminismus.
Doch die ikonengleiche Käthe Kollwitz war auch eine Frau, die gerne lachte, forsch in der privaten Malklasse posierte, die kletterte, tanzte und küsste. In Paris wandelte sie auf den Spuren der Impressionisten, malte zarte, farbige Rückenakte, kaufte ein frühes Bild von Picasso. In Italien pilgerte sie zu Kirchen und Klöstern, bewunderte Fresken und Plastiken, genoss den Vollmond und unzählige Leuchtkäfer.
Vor 150 Jahren, am 8. Juli 1867, wurde Käthe Kollwitz geboren. Eine Lange Nacht über Leben und Wirken der großen Künstlerin.
Produktion dieser Langen Nacht:
Autor: Berit Hempel, Regie: Burkhard Reinarzt, Redaktion: Monika Künzel, Sprecher: Rebecca Madita Hundt, Andrea Wolf, Edda Fischer, Jean Paul Baeck, Jochen Langner, Webvideo- und Webproduktion: Jörg Stroisch
Über die Autorin:
Die Journalistin und Autorin Berit Hempel studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Völkerkunde und arbeitete seitdem als Autorin für Hörfunk und Fernsehen sowie als Redakteurin für den Westdeutschen Rundfunk und den Deutschlandfunk. Als Stipendiatin war sie in Frankreich tätig und berichtete aus Südafrika, ihre Wissensfeatures im Headroom-Verlag wurden mehrfach ausgezeichnet.
© Deutschlandfunk, Lange Nacht, 8.7.2017
…Auch diese lange Nacht, würde ich gerne hören – könnt Ihr das ermöglichen, liebe Friends of Alan? Danke sagt schon jetzt, das Mäxchen!
Das lässt sich alles machen… 😉