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„Eine Stimme der verratenen Generation“ 100. Geburtstag von Wolfgang Borchert

Nach Jahren zwischen den Schlachtfeldern und Lazaretten der Ostfront kehrte Wolfgang Borchert 1945 nach Hamburg heim – und begann mit seinem Werk, das ihn zum Exponenten der Trümmerliteratur werden ließ. Am 20. Mai 2021 wäre er hundert Jahre alt geworden. Von Florian Ehrich

„Er war mit im Krieg gewesen, mit aus dem Krieg zurückgekommen, und in die Hungerzeit hineingekommen. Das war ein kollektives deutsches Schicksal, an dem hatte er Anteil.“

Peter Rühmkorf

„Ich sah Wolfgang ankommen in alten Klamotten und am Stock, uralt, mit der dunklen Brille, ich kannte ihn kaum wieder.“ So Wolfgang Borcherts Mutter über das Wiedersehen mit ihrem Sohn im Mai 1945. Bereits schwerkrank, hat er sich aus französischer Kriegsgefangenschaft befreit und schleppt sich zu Fuß über 600 Kilometer zu seinen Eltern in das zerstörte Hamburg. Borchert sei, wie der Lyriker Peter Rühmkorf meinte, eine exemplarische Figur.

© Deutschlandfunk, Kalenderblatt, 20.5.2021

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