Die Einstürzenden Neubauten bedröhnten einst die Frontstadt Berlin. Die Achtziger wurden dann süßes Retro, jetzt erzählt der Bassist Alexander Hacke, wie es wirklich alles war.
Man sollte meinen, die Achtziger wären durch. Auserzählt in tausend Anekdoten rund um Schulterpolster und Föhnfrisuren, zu Tode genudelt in Achtziger-Jahre-Shows. Doch erstens bewegen wir uns als Erinnerungswesen in einer Riesenretroschlaufe, in der nichts je zu Ende geht, und zweitens: Was heißt hier Achtziger? Die Achtziger, sagen wir, David Hasselhoffs unterscheiden sich grundlegend von denen Alexander Hackes. Als Ersterer Looking for Freedom sang, saß Letzterer in seiner Kreuzberger Altbauwohnung und laborierte an einem Riesenkater.
© DIE ZEIT Nr. 41/2015, 8. Oktober 2015
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